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Lokales Porträt übergeben : Lehmann-Grube kommt ins Museum
Leipzig Lokales Porträt übergeben : Lehmann-Grube kommt ins Museum
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21:30 03.12.2009
Hinrich Lehmann-Grube mit seinem Porträtbild. Quelle: André Kempner
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Leipzig

So sitzt die Krawatte nicht exakt. „Das ist Sache des Künstlers“, winkte Lehmann-Grube ab, der sich über das Bild freute. Das vom Berliner Künstler Johannes Heisig gezeichnete Porträt ist gestern im Alten Rathaus offiziell übergeben worden.

Ein privater Stifterkreis um Herbert Staffa, dem auch Maximilian Speck von Sternburg, Hartmut Bunsen, Wolfgang Topf, Rudolf von Sandersleben, Knut Löschke, Michael Kölmel, Jörg Hammer und Hans-Achim Schubert angehören, hat es in Auftrag gegeben (die LVZ berichtete). „Ich mache oft Führungen mit Gästen und bin gefragt worden, wo es denn ein Bild von Lehmann-Grube gibt“, erzählte Staffa. So sei die Idee entstanden. Modell hat Lehmann-Grube übrigens bereits vor drei Jahren gesessen. Staffa: „Es gehört sich, dass die Oberbürgermeister einer Stadt verewigt sind.“

Das wiederum hat in Leipzig eine lange Tradition. Bis 1877 nannten sich die obersten Repräsentanten der Stadt übrigens nur Bürgermeister. „Es ist seit 1460 üblich, die ersten Männer der Stadt für spätere Generationen abzubilden. Neben Gemälden gibt es viele Grafiken und Stiche“, sagte Volker Rodekamp, der Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums. Eine kleine Auswahl davon ist – neben den Fürstenbildnissen und der Galerie der Stadtrichter – im Alten Rathaus zu sehen, das bis 1905 Sitz der Stadtverwaltung war.

Staffa würdigte Lehmann-Grubes Verdienste. „Das Bild soll auch ein Dank an Sie sein“, sagte er. Der Gelobte wehrte bescheiden ab: „Ich habe mich während meiner Amtszeit immer in dienender Rolle gesehen, an die vielfältigen Traditionen Leipzigs anzuknüpfen.“ Künftig wird das Porträt Lehmann-Grubes einen Platz in der neuen Dauerausstellung „Moderne Zeiten“ bekommen, die frühestens in einem Jahr im zweiten Obergeschoss die Entwicklung Leipzigs im 20. Jahrhundert dokumentieren wird.

Namenszüge und Bildnisse ehemaliger Oberbürgermeister sind auch im Neuen Rathaus zu finden. Auch im Bildermuseum sind welche vorhanden. Es ist aber nicht geplant, eine Galerie „der Neuzeit“ einzurichten. „Ich habe den Ältestenrat befragt. Die Zeit dafür ist noch nicht reif“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), der selbst noch nicht Modell gesessen hat. Die Entscheidung, eine komplette Galerie einzurichten, sei auch schwierig und führe nahezu unweigerlich zu politischen Kontroversen. Denn auch die Zeit des Nationalsozialismus und der DDR müsse dabei betrachtet werden.

Mathias Orbeck

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