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Lokales Prager Straße: Doppelbaustelle nervt
Leipzig Lokales Prager Straße: Doppelbaustelle nervt
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12:06 16.04.2018
Gelbe Busse der Dresdner Verkehrsbetriebe bestreiten den Schienenersatzverkehr für die LVB-Linie 15 auf der Prager Straße – und stecken häufig im Stau fest. Quelle: Foto: Christian Modla
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Leipzig

 „Es ist ein Skandal, was städtische Betriebe mit Duldung der Stadtverwaltung hier mit uns, den Bürgern der Stadt und ihren Gästen, veranstalten“, mailte Torsten Mueller an die LVZ – und war damit einer von vielen, die aus dem selben Grund anklingelten.

„Was hat sich die Stadt dabei gedacht?“

 Alle stört die sogenannte zweite Etappe der Sanierung der Gleisanlagen an der Alten Messe. Denn parallel zu diesen Arbeiten haben die Wasserwerke ein weiteres Bauvorhaben auf der Prager Straße zwischen Südfriedhof und Ausfahrt Rettungsdienst auf der stadtauswärtigen Seite gestartet. „Die Folge des ersten Bauvorhabens ist die vollständige Einstellung des Straßenbahnverkehrs zwischen Technischem Rathaus und Endstelle Meusdorf mit der Folge eines busgestützten Schienenersatzverkehrs“, ärgert sich Mueller. „Ergebnis des zweiten Bauvorhabens ist die Sperrung der stadtauswärtigen zwei Fahrspuren zwischen Eingang Südfriedhof und der besagten Ausfahrt des Rettungsdienstes. Ergebnis nun beider Vorhaben sind ellenlange Staus in der Prager Straße ab Technischem Rathaus bis Alte Messe und dann noch einmal vom Völkerschlachtdenkmal bis weit nach dem Südfriedhof. In diesem Stau versammeln sich nicht nur unzählige Autofahrer, sondern auch die ganzen Busse des Schienenersatzverkehrs, der Linie 74/76 und der Linie 690, für die inzwischen der Fahrplan ein totales Fremdwort ist.“ Die Botschaft von Mueller & Co.: Die Arbeiten am Wassernetz hätten nicht gleichzeitig mit den Gleisarbeiten an der Alten Messe durchgeführt werden dürfen, wodurch zumindest die Straßenbahnen noch pünktlich und sicher nach Meusdorf gekommen wären. „Was haben sich Stadt und die stadteigenen Unternehmen mit dem großen gelben ,L’ dabei gedacht, die Leipziger so uninformiert zu lassen und zu hoffen, dass die nächsten 14 Tage nur schnell vorübergehen?“, fragt Mueller.

Feinabstimmung an Ampel läuft noch

Im Technischen Rathaus sind die Probleme bekannt. „Es wurde für die Ausführung der Arbeiten bewusst dieser Zeitraum gewählt, in dem der Straßenbahnverkehr wegen einer weiteren Baumaßnahme in der Prager Straße eingestellt ist“, sagt dort Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes. „Damit bei den Freigabezeiten für die verschiedenen Verkehrsströme nicht auch noch die Straßenbahn berücksichtigt werden muss, was für die Verkehrsteilnehmer und den Straßenbahnverkehr wegen der längeren Umlaufzeiten noch größere Einschränkungen bedeutet hätte. Alternativ wäre eine Sperrung des stadtauswärtigen Verkehrs mit einer weiträumigen Umleitung erforderlich geworden.“ Der Verkehrsablauf werde beobachtet und an einer Feinabstimmung der Freigabezeiten der Lichtsignalanlage gearbeitet.

Von Andreas Tappert

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