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Lokales Prager Straße: bis zum Ostplatz entstehen 1200 neue Wohnungen in Leipzig
Leipzig Lokales Prager Straße: bis zum Ostplatz entstehen 1200 neue Wohnungen in Leipzig
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23:59 20.11.2013
Das Technische Rathaus in der Prager Straße. Quelle: Wolfgang Zeyen

Durch den Umbau des riesigen Blocks sowie Neubauten für Studenten sollen 900 Wohnungen entstehen. Hinzu kommen rund 330 Wohnungen auf dem Areal der einstigen Leipziger Kommissions- und Großbuchhandlung (LKG). Dort wurde am Dienstag bereits gefeiert.

CG-Chef Christoph Gröner verriet die spektakulären Pläne am Rande einer Grundsteinlegung in der Prager Straße 10/16. Wo einst LKG ansässig war, gab es von 1996 bis 2012 nur Leerstand und einen Parkplatz. Dann erwarb die CG-Gruppe das Gelände. Sie saniert nun das 1907 errichtete Kontorhaus denkmalgerecht und baut jenen Flügel in moderner Architektur wieder auf, der im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war. So entstehen 332 Wohnungen, außerdem Gewerberäume und Läden. Investitionssumme: 53 Millionen Euro.

Leipzig. In der Prager Straße ist ein großer Wohnstandort geplant. Die hiesige CG-Gruppe hat dafür das seit 2009 ungenutzte frühere Technische Rathaus von einem privaten Eigentümer abgekauft. Durch den Umbau des riesigen Blocks sowie Neubauten für Studenten sollen 900 Wohnungen entstehen. Hinzu kommen rund 330 Wohnungen auf dem Areal der einstigen Leipziger Kommissions- und Großbuchhandlung (LKG).

Zu den Gästen des feierlichen Akts gehörte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau. Sie lobte das LKG-Projekt, weil die Autos in einer Tiefgarage (222 Stellplätze) verschwinden, die künftig grünen Höfe also für die Mieter bleiben. Auch seien die 1- bis 5-Raum-Wohnungen so geschnitten, dass keine Lärmprobleme an der Magistrale drohen. "Davon bin ich sehr angetan", sagte Dubrau und berichtete, bei ihrem eigenen Umzug gerade erst bemerkt zu haben, "wie schwer es ist, im Innenstadt-Bereich was Vernünftiges als Mieter zu finden". Zwar stünden in Leipzig noch 33.000 Wohnungen leer, doch sehr viele davon seien völlig ruiniert, könnten in dem Zustand nicht bezogen werden.

400 Wohnungen in einem neuen System

Genau in diese wachsende Lücke will Gröner mit seinen nächsten Vorhaben stoßen. Gegenüber der LVZ verriet er exklusiv, dass sein Unternehmen soeben den benachbarten Elfgeschosser in der Prager Straße 20/28 erworben habe. Der riesige Block war in den späten Siebzigern für das DDR-Chemieanlagenbaukombinat Leipzig-Grimma errichtet worden, diente nach der Wende lange Zeit als Technisches Rathaus der Stadt.

Etwa 400 Wohnungen plant CG in diesem Gebäude - wahrscheinlich nach einem neuen System, bei dem die Nutzer Dienstleistungen dazubuchen können. Die untersten Etagen bleiben Gewerbe und Handel vorbehalten. "Wir sind noch in der Kubaturfindung", wehrte Architekt Peter Homuth Detailfragen ab. Fest stehe, dass der Block drei große Einschnitte bis hinunter zum dritten oder vierten Stock erhalte (siehe Grafik) - "damit viel Tageslicht in alle Wohnungen scheinen kann". Denkmalschutz genieße der Altbau nicht, so das Bauordnungsamt auf LVZ-Anfrage.

Hinter dem Elfgeschosser und auf der benachbarten Brachfläche ist eine Tiefgarage vorgesehen. Über ihr sollen in einem späteren Schritt 500 Studentenapartments (jeweils unter 30 Quadratmeter) gebaut werden, die bis zum Ostplatz reichen. Gesamtinvestition: weit mehr als 100 Millionen Euro.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.11.2013

Jens Rometsch

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