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Lokales Preisgekrönte „Scheibenholz“-Straßenbahn rollt in Leipzig vor
Leipzig Lokales Preisgekrönte „Scheibenholz“-Straßenbahn rollt in Leipzig vor
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00:28 12.10.2017
Für die Lieferung waren viele Pferdestärken nötig: Ein Schwerlasttransporter brachte die neue "Scheibenholz"-Straßenbahn am Mittwochmorgen nach Leipzig. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Auf einem Schwerlasttransporter rollte sie aus dem polnischen Danzig in Leipzig vor: In der LVB-Werkstatt in Heiterblick ist am Mittwochmorgen die sechste Straßenbahn vom Typ XL eingetroffen. Das Fahrzeug mit der Nummer 1006 werde den Namen „Galopprennbahn Scheibenholz“ erhalten, sagte LVB-Sprecher Marc Backhaus der LVZ. Die Pferderennbahn ist einer der 41 Lieblingsplätze, die bei einem Namenswettbewerb der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) als Sieger hervorgingen. Das Scheibenholz feiert in diesem Jahr 150. Geburtstag – es ist damit die älteste noch erhaltene Sportstätte der Stadt.

Die nagelneue, drei Millionen Euro teure Bahn wurde Ende September auf der weltweit zweitgrößten Schienenbahnmesse Trako in Danzig ausgestellt, wo sie auch mit dem Messe-Preis für das beste Fahrzeug ausgezeichnet wurde. Der Ernest-Malinowski-Award wird traditionell für besondere Ingenieursleistungen verliehen. Der polnische Hersteller Solaris präsentierte die Bahn vier Tage lang dem Fachpublikum. Ihre erste Fahrt auf der Linie 4 in Leipzig wird sie laut Backhaus in einigen Wochen absolvieren – nach Abschluss von Tests, Genehmigungen und Fahrschuleinsätzen.

Drei Bahnen werden Montag getauft

Die LVB hatten am Dienstag alle 41 Namen für die neuen Bahnen verkündet, die aus knapp 1500 Vorschlägen ausgewählt wurden. Drei XL-Fahrzeuge sollen am Montag im Straßenbahnhof Angerbrücke getauft werden – auf die Namen „Tille“, der für den Leipziger Club Distillery steht, sowie „Corso“ und „Johannapark“. Die Reihenfolge der weiteren Namensvergabe steht laut LVB noch nicht fest.

Die erste neue Bahn wurde bereits im Juli auf den Namen „Weiße Brücke“ getauft – diesen Lieblingsort hatte damals Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) preisgegeben. Bis 2020 sollen die 41 neuen Fahrzeuge die alten Tatras im Linienbetrieb nach und nach ersetzen.

nöß/A.T.

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