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Lokales Prellungen und Brüche nach Wintereinbruch in Leipzig - 220 Tonnen Streusalz verbraucht
Leipzig Lokales Prellungen und Brüche nach Wintereinbruch in Leipzig - 220 Tonnen Streusalz verbraucht
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20:00 30.01.2012

Georg nach dem Wintereinbruch am vergangenen Wochenende. Trotzdem ist der Start in die kalte Jahreszeit in Leipzig relativ glimpflich verlaufen. Während Schneemassen im Jahr 2010 zu Verkehrschaos und Ausfällen zahlreicher Bahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) geführt hatten, meldete das Unternehmen am Montag einen reibungslosen Ablauf während des gesamten Wochenendes.

Nach den Schwierigkeiten des vorangegangenen Winters hatten die LVB Ende 2011 einen neuen Schneepflug angeschafft. „Wir haben bereits einige Probetouren damit gemacht, aber am vergangenen Wochenende ist er nicht zum Einsatz gekommen", sagte LVB-Sprecher Reinhard Bohse auf Anfrage. Das habe mehrere Gründe. Zum einen sei dieses Wochenende nicht ansatzweise mit dem Winter des Jahres 2010 vergleichbar gewesen.

Zudem hänge der Einsatz des neuen Arbeitsgerätes nicht nur von der Masse des Schnees sondern auch von dessen Form ab. „Es kommt zum Beispiel darauf an, ob es Schneeverwehungen gibt, oder ob der untere Schnee nass und gefroren ist", erklärte Bohse. „Je nach Situation entscheiden unsere Fachleute, ob geräumt wird oder nicht." Hauptstrecken seien dabei die Bereiche der Linien 11, 15 und 16. Trotz des Wintereinbruchs habe es am Wochenende aber weder witterungsbedingte Störungen noch Verspätungen oder Ausfälle gegeben, so Bohse.

220 Tonnen Streusalz an zwei Einsatztagen

Während das Klinikum St. Georg am Wochenende bis zu 30 Prozent mehr Patienten mit Knochenbrüchen und Prellungen verzeichnete, blieb es in der Notaufnahme des Leipziger Universitätsklinikums vergleichsweise ruhig. Es habe zwar witterungsbedingt typische Sturzverletzungen wie Brüche des Unterarms und des Sprunggelenks gegeben, „das lässt sich aber nicht mit dem Blitzeis im letzten Jahr vergleichen", sagte Sprecherin Kathrin Winkler. Rund 90 Patienten habe die Notaufnahme des Universitätsklinikums am Samstag und Sonntag verzeichnet. „Für uns war das ein normales Wochenende."

Leipzig. Der Winterdienst in Leipzig solle im bisherigen Umfang beibehalten werden, wenn es nach dem Willen der FDP im Stadtrat geht. Kommenden Donnerstag berät das Stadtparlament über eine Neuordnung der Winterdienstsatzung, in welcher erstmals keine einzelnen Straßen mehr aufgelistet sein sollen. FDP-Stadträtin Isabel Siebert hält das aktuelle Niveau des Leipziger Winterdienstes für „akzeptabel“.
Auch die Leipziger Stadtreinigung war am Wochenende im Einsatz: Rund 220 Tonnen Streusalz hätten die Mitarbeiter an zwei Einsatztagen verbraucht, so Betriebsleiter Frank Richter. Die Stadtreinigung ist laut Richter für 35 Prozent der Straßen des Leipziger Gesamtnetzes mit einer Strecke von rund 570 Kilometern verantwortlich. „Das sind Haupt- und Nebenstraßen, die von den Leipziger Verkehrsbetrieben mit dem Bus genutzt werden", so Richter.

Von Dezember bis Anfang Januar habe die Stadtreinigung auf ihren Kontrolltouren - zum Beispiel auf Brücken, die schnell überfrieren - lediglich 3,3 Tonnen Salz verbraucht. „Bei Schnee und Eis sind es normalerweise zwischen 100 und 150 Tonnen pro Tag", so Richter. Rund 4500 Tonnen würden für einen durchschnittlichen Winter benötigt.

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Über mangelnde Salzreserven brauchen sich die Leipziger dabei keine Gedanken zu machen. Die Lager der Stadtreinigung seien mit rund 2500 Tonnen Streusalz gefüllt. „Weitere 2500 Tonnen stehen auf Abruf bereit", so Richter. Durch den späten Wintereinbruch sei die verbrauchte Menge im Vergleich zu den Vorjahren bisher jedoch relativ gering. Ob in diesem Winter wirklich weniger Streusalz verbraucht wird, und wie viel, hänge jedoch von der Witterung in den kommenden Monaten ab, so Richter.

Stefanie Büssing

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