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Lokales „Prinzen“-Sänger: Gauck soll bei sozialen Themen differenzierter Stellung beziehen
Leipzig Lokales „Prinzen“-Sänger: Gauck soll bei sozialen Themen differenzierter Stellung beziehen
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10:46 16.03.2012
„Prinzen“-Sänger: Gauck soll auch an soziale Gerechtigkeit denken. Quelle: André Kempner
Leipzig/Zwickau

„Seine Gedanken zum Freiheitsbegriff sollten auch beinhalten, dass man sich diese Freiheit leisten können muss und dass Freiheit immer mit sozialer Gerechtigkeit Hand in Hand gehen sollte“, sagte der Künstler in Leipzig. Er sei indes „fest davon überzeugt, dass er diese Aufgabe gut meistern wird und ein vom Volk respektierter Bundespräsident werden kann“, fügte Krumbiegel hinzu.

Vor zwei Jahren war der Sänger von SPD und Grünen in Sachsen in die Bundesversammlung entsandt worden, für die Gauck bereits damals ins Rennen gegangen war. Der frühere Chef der Stasi-Unterlagenbehörde unterlag seinerzeit dem inzwischen als Staatsoberhaupt zurückgetretenen Christian Wulff. Nun wird Gauck auch von CDU und FDP getragen. Seine Wahl gilt daher als sicher.

Für Rot-Grün ist an diesem Sonntag Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) in Berlin dabei. Sie nannte Gauck eine Persönlichkeit mit außerordentlicher Lebenserfahrung. „Ich erwarte, dass Herr Gauck Deutschland als fortschrittliches und weltoffenes Land repräsentiert und dass er die Einheit des deutschen Volkes weiter fördert“, sagte Findeiß der Nachrichtenagentur dpa. „Er wird Themen aufgreifen, die notwendige Diskussionen in unserem Land herausfordern werden.“ Ginge es nach ihr, sollten das „Weltoffenheit, Chancengleichheit und Solidarität“ sein.

Bei der Bundesversammlung am Sonntag werden neben den sächsischen Bundestagsabgeordneten insgesamt 33 Wahlfrauen und -männer den Freistaat vertreten. Darunter ist auch die Kandidatin der Partei Die Linke, Beate Klarsfeld, die sich wie Gauck um das höchste Staatsamt bewirbt. Zu den weiteren Sachsen-Vertretern gehören die früheren Ministerpräsidenten Georg Milbradt und Kurt Biedenkopf, DGB-Landeschefin Iris Kloppich und der Schauspieler Jan-Josef Liefers.

dpa

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