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Lokales Prinzen-Sänger Krumbiegel: „Absage des Leipziger Courage-Konzerts ist ein Fehler“
Leipzig Lokales Prinzen-Sänger Krumbiegel: „Absage des Leipziger Courage-Konzerts ist ein Fehler“
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22:45 01.02.2018
Das letzte Mal „Leipzig zeigt Courage“ am 30. April 2017 auf dem Markt: Sebastian Krumbiegel, Heinz Rudolf Kunze, Griseldis Wenner (von links)   
Leipzig

 Einverstanden ist Sebastian Krumbiegel mit der Entscheidung nicht. Den Entschluss des Vereins „Leipzig. Courage zeigen“, das traditionelle Open-Air-Konzert auf dem Markt nicht mehr stattfinden zu lassen, hält der Sänger der Prinzen für „das falsche Zeichen. Im Jahr Eins der AfD im Bundestag und angesichts des Rechtsrucks im Land dieses Terrain aufzugeben, ist ein großer Fehler“, so der Künstler, der seit Beginn 1997 die Konzerte an jedem 30. April unterstützt.

Wie berichtet, hat der Verein die Absage mit dem hohen finanziellen und logistischen Aufwand begründet. Unter anderem die benötigte Spenden-Akquise zu stemmen, „war außerordentlich schwierig“, erklärte Vereinschef Henry Lewkowitz. Trotz seiner Kritik an dem Schritt betont Krumbiegel: „Was dieser ehrenamtlich arbeitende Verein in all den Jahren geleistet hat, ist fantastisch. Dass eine Versammlung über das Aus demokratisch abgestimmt hat, gilt es zu respektieren.“ Während sich „Courage zeigen“ nun neue Veranstaltungsformate in kleinerem Rahmen suchen will, um Antworten auf Fremdenfeindlichkeit, neue Rechte und AfD zu finden, arbeiten Krumbiegel und Mitstreiter an einer Ersatzveranstaltung.

Mit Berit Lahm von der Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention, Anker-Geschäftsführerin Heike Engel und Rick Barkawitz (Programmchef der Moritzbastei) organisiert der 51-Jährige nun am 30. April eine kleinere Variante auf dem Dach der MB. Laut Krumbiegel wird die Zeit-Stiftung einen Teil des Konzerts finanzieren, auch die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Moritzbastei funktioniere hervorragend. „Vielleicht tut eine Verschlankung der Sache auch gut“, vermutet er. „Profil und Aussage waren aus meiner Sicht zuletzt etwas verwässert. Uns geht es darum, deutlicher denn je zu zeigen: Leipzig ist eine coole, wache Stadt, die von Weltoffenheit lebt“.

Barkawitz von der MB bekräftigt: „Sebastian und Heike haben bei uns offene Türen eingerannt, wir waren mit dem Festival eh schon verbandelt, unter anderem durch die After-Show-Parties bei uns.“ Nun freue sich das Team auf das Open Air auf eigenem Dach, „denn es ist wichtig, weiter klare Kante zu zeigen. Die Moritzbastei bekennt sich seit jeher für Toleranz und gegen Rassismus.“

Von Mark Daniel

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