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Lokales Pro-Europa-Gruppe demonstriert in der Leipziger Innenstadt
Leipzig Lokales Pro-Europa-Gruppe demonstriert in der Leipziger Innenstadt
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12:26 05.03.2017
Auch in Frankfurt/Main gründete sich wie nun in Leipzig bereits eine "Pulse of Europe"-Bewegung. Quelle: dpa
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Leipzig

„Nach Brexitvotum und Trumpwahl spüren viele Europäer eine Art Unwohlsein, eine gewisse Schockstarre“, ist sich Barbara Rucha sicher. „Alles scheint ins Wanken zu geraten. Deshalb ist es jetzt wichtig, Flagge zu zeigen. Bevor es tatsächlich kippt.“ Die 44-jährige Musikerin hat den Leipziger Ableger der proeuropäischen Bewegung „Pulse of Europe“ initiiert. Für Sonntag rufen sie und ihre Mitstreiter von 14 bis 15 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Markt auf.

Es ist die erste Demonstration dieser Art in der Messestadt. „Wir wollen schon ein bisschen Stimmung machen“, hebt Rucha hervor. Die Thesen der Gruppe sollen verlesen werden. Musik sei geplant sowie ein offenes Mikrofon. „Die Leute sollen gerne auf die Bühne kommen und über ihre eigenen Erfahrungen mit der EU sprechen.“ Symbole in blauer Farbe seien ebenfalls erwünscht.

„Pulse of Europe“-Initiatorin Barbara Rucha. Quelle: André Kempner

Demos bis zur Wahl in Frankreich geplant

Bei „Pulse of Europe“ handelt es sich um eine parteiunabhängige Bürgerinitiative, die 2016 in Frankfurt am Main gegründet wurde und seitdem europaweit pro-europäische Versammlungen koordiniert. Mittlerweile seien rund 30 deutsche Städte dem Aufruf gefolgt, ebenso Amsterdam und Paris. Ziel sei vor allem, ein Zeichen für Toleranz und Miteinander sowie für ein vereintes und demokratisches Europa zu setzen. „Das sind Grundthemen, die uns alle bewegen sollten“, betont Harald Wipfler, einer der insgesamt zwölf Beteiligten am Leipziger Ableger. Neben ihm und Rucha wirken unter anderem Christoph Wonneberger und Christian Wolff mit.

Bis zur Präsidentschaftswahl in Frankreich Ende April / Anfang Mai will „Pulse of Europe“ jeden Sonntag in Leipzig für Europa demonstrieren. „Danach wird man schauen müssen, wie es weitergeht“, so Rucha.

Matthias Klöppel

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