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Lokales Produktionsfirma sucht Hauptdarsteller für „Alfons Zitterbacke“
Leipzig Lokales Produktionsfirma sucht Hauptdarsteller für „Alfons Zitterbacke“
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08:31 28.03.2018
Schauspiel-Intendant Enrico Lübbe hat als Elfjähriger dem Kinderbuchhelden Alfons Zitterbacke ein Gesicht gegeben. Quelle: DVD-Cover
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Leipzig

Die Lausbuben-Streiche von „Alfons Zitterbacke“ sollen dieses Jahr neu verfilmt werden. Zum ersten Mal war die Kindergeschichte von Schriftsteller Gerhard Holtz-Baumert im Jahr 1966 von der DEFA mit Helmut Rossmann in der Titelrolle gedreht worden. Für die Neuverfilmung fehlen laut Mitteldeutscher Zeitung (MZ) allerdings noch die Hauptdarsteller.

Laut Webseite der Produktionsfirma lief die Bewerbungsfrist eigentlich bis zum 20. Februar. Gedreht werden soll von Ende Juni bis Anfang August, also passend zu den Sommerferien in Sachsen. Doch Produzentin Nicole Kellerhals sagte der MZ, dass noch nicht der passende Alfred gefunden worden sei. Zudem werde eine Darstellerin für die Rolle der Emilia gesucht. Die Bewerbungsfrist laufe nun bis zum 8. April.

„Alfons ist eher schmächtig und hat keine Muskeln, im Sport ist er miserabel und ziemlich unbegabt, was sein Vater unbedingt ändern will. Aber auch wenn Alfons vielen etwas seltsam in seiner Art vorkommt, so hat er trotz seiner Eigenbrötlerei ein gutes Herz. Dennoch muß er lernen, dass er nicht der Nabel der Welt ist“, heißt es zur Rollenbeschreibung auf der Webseite der Produktionsfirma.

Schauspiel-Intendant Lübbe spielte Alfons Zitterbacke

Auch Enrico Lübbe, Intendant vom Schauspiel Leipzig, schlüpfte vor knapp 30 Jahren in die Rolle des DDR-Kinderbuchhelden. 1986 mimte der damals Elfjährige Zitterbacke in einer sechsteiligen Fernsehserie, die mittlerweile auf DVD erschienen ist.

Für den Intendanten ist die Geschichte noch immer von Bedeutung. „Es war eines meiner Lieblingsbücher, schon bevor ich die Rolle gespielt habe“, erklärt Lübbe im September 2015 gegenüber LVZ.de. Zwar komme es darauf an, wie das Drehbuch neu aufbereitet werde. „Doch wenn man die Geschichte von etwas Zeitkolorit befreit, handelt sie von den typischen Problemen eines Jugendlichen, die auch noch heute aktuell sind“, so Lübbe.

Der fantasievolle Alfons träumt davon, ein erfolgreicher Sportler oder Astronaut zu werden – in der Realität kämpft er unter anderem gegen den Spott seiner Mitschüler, die ihn wegen seines komischen Nachnamens hänseln. Wer die Rolle in der Neuverfilmung besetzt, steht offenbar noch nicht fest. „Ich wurde dieses Mal jedenfalls nicht gefragt“, erklärte Intendant Lübbe lachend.

 luc/jhz (mit dpa)

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