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Lokales Projekt Familienhebammen in Leipzig soll fortgesetzt werden
Leipzig Lokales Projekt Familienhebammen in Leipzig soll fortgesetzt werden
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22:41 11.08.2015
Hebamme und Schwangere (Archivbild) Quelle: dpa
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Leipzig

Das Projekt „Frühe Hilfen und Familienhebammen“ wird voraussichtlich über das Jahresende hinaus verlängert. Wie die Verwaltung auf eine Anfrage der Stadtratsfraktion der Grünen mitteilte, verhandeln Bund und Länder derzeit über eine neue Vereinbarung, die die Finanzierung auch für die kommenden Jahre sicherstellt. In Leipzig suchen die sogenannten Familienhebammen seit Juli 2013 junge Familien auf, um sie in schwierigen Situationen zu entlasten und ihnen bei verschiedenen Problemen zu helfen. Die laufende Projektfinanzierung endet im Dezember.

Judith Künstler, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Stadtrat, zeigte sich erfreut darüber, dass es nun wahrscheinlich weiter Geld für die Hebammen gibt: „Das Projekt ist wichtig, da der Start ins Leben mit einem Neugeborenen für Familien nicht immer einfach ist.“ Erwachsene seien manchmal überfordert, wenn die Unterstützung der Verwandtschaft fehle. In manchen Fällen mangele es auch am Wissen über die gesundheitliche Entwicklung von Neugeborenen und deren Bedürfnisse. „Das alles können Gründe für Vernachlässigungen der Kleinen bis hin zu lebensbedrohenden Zuständen sein“, so Künstler.

Familienhebammen haben eine Zusatzausbildung. Sie begleiten werdende Mütter nicht nur bei der Geburt sondern beraten die Familien auch bei sozialen und psychischen Problemen bis zum Ende des dritten Lebensjahrs eines Kindes. Bei Bedarf ziehen sie auch andere Hilfsangebote hinzu und koordinieren so die Unterstützung bedürftiger Familien. Ihr Ziel ist es, eine tragfähige Beziehung zwischen Eltern und Kindern zu fördern.

Nach Angaben der Stadt gab es seit Januar 2014 insgesamt 272 Anfragen für die Hebammen. Aktuell betreuen sie rund 100 Familien. Die Stadt geht davon aus, dass die Nachfrage aufgrund der steigenden Geburten in Leipzig weiter zunimmt.

chg

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