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Lokales Propsteikirche am Leipziger Rosental ist fast verschwunden
Leipzig Lokales Propsteikirche am Leipziger Rosental ist fast verschwunden
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16:15 04.04.2018
Nur noch wenige Teile sind von der ehemaligen Propsteikriche noch übrig. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Die frühere Propsteikirche an der Emil-Fuchs-Straße ist nahezu verschwunden. Bagger haben das Gebäude seit Anfang Januar abgetragen. Übrig geblieben sind nur drei Betonsäulen mit innen liegenden Stahlträgern die wie ein überdimensionales Kreuz in die Landschaft ragen. Im Juni 2017 hatte der neue Eigentümer eine Abrissgenehmigung der Denkmalschutzbehörden. Von den bis 1982 mit Spenden aus Westdeutschland errichteten Gebäuden müsste demnach nur ein freistehender Glockenturm erhalten bleiben.

Der Abriss der alten Propsteikirche an der Emil-Fuchs-Straße ist inzwischen weit voran geschritten wie diese Fotos vom 6. Februar 2018 zeigen.

Nach wie vor ist die Zukunft des etwa 5000 Quadratmeter großen Geländes unklar. Der heutige Eigentümer habe bislang weder eine Bauvoranfrage noch einen Bauantrag für das Grundstück eingereicht, teilte das Baudezernat Mitte Januar auf LVZ-Anfrage mit. „Ein früherer Interessent hatte mal eine Bauvoranfrage gestellt, die eine Wohnnutzung an diesem Standort vorsah. Diese Bauvoranfrage wurde jedoch zurückgezogen“, erläuterte Dezernatssprecher Roland Quester.

Abriss Propsteikirche am Leipziger Rosental

Bagger haben die ehemalige Propsteikirche an der Emil-Fuchs-Straße fast abgerissen - nur der Glockenturm bleibt stehen. +++ Mehr Infos hier http://go.lvz.de/35n

Gepostet von LVZ Leipziger Volkszeitung am Dienstag, 6. Februar 2018

Laut Angelika Freifrau von Fritsch, der Leiterin des Amtes für Umweltschutz, wurde dem Eigentümer für die jetzt laufenden Arbeiten das Erstellen eines Abfallentsorgungskonzeptes aufgetragen. „Das ist nichts Ungewöhnliches, wenn Bauten aus DDR-Zeiten abgerissen werden. In aller Regel erstellt das Konzept ein externes Fachbüro. Dabei wird auch geklärt, wie mit einer möglicherweise vorhandenen Asbest-Belastung umzugehen ist“, erklärte die Amtsleiterin.

Die alte Propsteikirche am Rosental verschwindet. Die baggern reißen das Gebäude Stück für Stück ab.

Wie berichtet, hatten sich Anwohner seit Monaten wegen einer möglichen Asbest-Belastung bei dem 1978 bis 1982 errichteten Pfarrzentrum gesorgt. Sie erfuhren durch einen Aushang ihrer Hausverwaltung, dass es laut einem Gutachten, das der Grundstückseigentümer beauftragt hatte, nur eine geringe Asbest-Belastung im früheren Altar-Raum geben soll.

Die Kirche wurde bereits nach einem letzten Gottesdienst der katholischen Propsteigemeinde St. Trinitatis im Mai 2015 entweiht. Das Grundstück wurde im vergangenen Jahr für eine siebenstellige Summe an einen Ableger der Leipziger Firma Idec verkauft. Deren Chef Marco Simon war zwar für die LVZ zu sprechen. Fragen – wie zur voraussichtlichen Dauer der Abbrucharbeiten oder zu den Zukunftsplänen für das Grundstück – wollte er jedoch nicht beantworten.
Auch die in Berlin ansässige Firma Solesko, die laut Handelsregister zu den Miteigentümern der „Erste Emil-Fuchs-Straße GmbH & Co. KG“ gehört und im Besitz österreichischer Investoren ist, lehnte jede Auskunft zu dem Projekt ab.

Jens Rometsch

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