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Lokales Prostatakrebs - Uni Leipzig behandelt mit neuem Verfahren
Leipzig Lokales Prostatakrebs - Uni Leipzig behandelt mit neuem Verfahren
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23:59 27.10.2014

Die sogenannte fokale Therapie arbeite mit hochfokussiertem Ultraschall, der das krebstragende Gewebe zerstört. "Auf diese Weise ermöglichen wir eine Krebsbehandlung, bei der die Prostata und damit die wichtigen Funktionen in diesem Bereich weitgehend erhalten werden", sagt Roman Ganzer, Vize-Chef der Uni-Urologieklinik. Das neue Verfahren werde jetzt in seinem Haus als einem von wenigen Zentren in Deutschland eingesetzt. Infrage kämen dafür Patienten, bei denen kleinere, wenig bis mittelgradig aggressive Tumore im frühen Stadium festgestellt wurden. Zur Planung sei eine spezielle Kernspinuntersuchung der Prostata notwendig, deren Bilder in einem neuen Behandlungsgerät eingelesen werden. "Ein gebündelter Ultraschall zerstört dann präzise die ausgemachten Tumorareale, ein Schnitt ist so nicht mehr nötig. Das neue Verfahren ergänzt optimal unsere Spezialisierung auf robotergestützte minimalinvasive Therapie des Prostatakrebses", so Urologie-Klinikchef Jens-Uwe Stolzenburg.

Diese Tumore seien die häufigste Krebserkrankung beim Mann - jährlich erkrankten 65 000 Deutsche daran. In der Therapie sei allerdings nicht immer eine Operation oder Bestrahlung notwendig. "Nur standen uns bisher keine so gut geeigneten Alternativen zur Verfügung", merkt Ganzer an. Viele Tumore der Prostata würden eher langsam wachsen und verursachten lange keine Beschwerden. Ein Eingriff berge aber stets die Gefahr eines Funktionsverlustes von Kontinenz oder Potenz."Das neue Verfahren nun kann auch bei sehr früh erkannten Krebserkrankungen als echte Alternative zur Strategie des kontrollierten Abwartens gesehen werden", so Ganzer. In solchen Fällen sei derzeit zunächst schlicht eine Beobachtung üblich. Das sei psychisch für Betroffene aber einerseits oft belastend. Wobei aber andererseits eine Operation in einem solchen Stadium auch mit Nebenwirkungen verbunden sein können. Bei schnell wachsenden, aggressiveren Tumoren bleibe jedoch nach wie vor "die radikale Entfernung der ganzen Prostata mit dem Ziel des Funktionserhalts das Mittel der Wahl". A. Rau.

Uni-Spezial-Sprechstunde für die fokale Therapie jeweils freitags - Auskünfte dazu unter Telefon 0341 9717684.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.10.2014

Raulien, Angelika

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