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Lokales Protest gegen EU-Verbot: FDP-Abgeordneter verteilt Glühbirnen in der Leipziger Innenstadt
Leipzig Lokales Protest gegen EU-Verbot: FDP-Abgeordneter verteilt Glühbirnen in der Leipziger Innenstadt
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12:38 14.09.2012
Holger Kragmer verteilte am Freitag Glühbirnen in der Leipziger Innenstadt. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Nur Restbestände dürfen noch verkauft werden. Als Protest gegen das Verbot der EU verteilte Krahmer am Freitag Birnen in der Leipziger Innenstadt an alle Bürger, die sonst wohl im Dämmern der Energiesparlampen tappen würden.

Ein Leipziger strahlte genau wie die Glühbirne, die ihm Krahmer zusammen mit einem Informationsblatt überreichte. „Ich habe zu Hause noch viele ältere Lampenmodelle. Die funktionieren mit den neuen Energiesparlampen einfach nicht. Jetzt habe ich eine 100-Watt-Birne bekommen und hoffe, dass sie noch lange halten wird“, sagte er begeistert. Auch eine weitere Passantin lächelte amüsiert, als ihr eine Glühbirne in die Hand gedrückt wird: „Ich vermisse die alten Birnen noch nicht wirklich. Aber diese Aktion finde ich durchaus witzig.“

Leipzig. Den Leipzigern soll nach dem Willen von Holger Krahmer (FDP) ein Licht aufgehen. Volksnah setzt sich der Europa-Abgeordnete für die gute alte Glühbirne ein. Deren Produktion und Einfuhr ist seit Anfang September durch die Europäische Union (EU) endgültig verboten. Nur Restbestände dürfen noch verkauft werden. Als Protest gegen das Verbot der EU verteilte Krahmer am Freitag Birnen in der Leipziger Innenstadt.

Krahmer ist ein  leidenschaftlicher Anhänger der „Funzel“. Ihm gehe es allerdings nicht nur um die Glühbirne als Lichtspender an sich, sondern vor allem um die Verbotspraxis der Europäischen Union. „Die EU-Kommission ist nicht der richtige Institution um zu entscheiden, welche Produkte die Bürger benutzen dürfen und welche nicht. Verbraucher können selbst entscheiden, welche Birnen sie zu Hause benutzen.“

Das Glühbirnenverbot ist seiner Meinung nach nur der Anfang: 800 Produkte und Produktgruppen wolle die EU-Kommission noch untersuchen und dies bedeute sicherlich auch noch weitere Verbote. „Wir sollten das nicht hinnehmen und dem Brüsseler Öko-Diktat Zivilcourage entgegen setzen“, mahnte Krahmer.

Amélie Middelberg

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