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Lokales Protest gegen Vortrag der Rechtsextremen Sylvia Stolz in Lindenau
Leipzig Lokales Protest gegen Vortrag der Rechtsextremen Sylvia Stolz in Lindenau
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21:48 22.07.2011
Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Die Demonstranten richteten sich gegen einen Vortrag der verurteilten Rechtsextremen, Sylvia Stolz.

Wie Steffen Weide aus dem Lagezentrum der Polizei erklärte, waren die Teilnehmer in einem kleinen Aufzug zunächst zur Odermannstraße gezogen und hatten ihre Kundgebung gegen 19 Uhr am Lindenauer Markt beendet. Zu Zwischenfällen sei es nicht gekommen. „Alles war sehr friedlich“, sagte Weide. Mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei sicherten die Veranstaltungen ab.

Leipzig. Etwa 100 Demonstranten haben am Freitagabend in Lindenau gegen eine Veranstaltung im NPD-Kreisverbandszentrum protestiert. Die Demonstranten richteten sich gegen einen Vortrag der verurteilten Rechtsextremen Sylvia Stolz. Die gelernte Anwältin und Holocaustleugnerin war erst im April aus dem Gefängnis entlassen worden.

Die gelernte Anwältin und Holocaustleugnerin Sylvia Stolz ist zurzeit mit einem Berufsverbot belegt und war erst im April aus dem Gefängnis entlassen worden. Sie sollte am Abend in der Odermannstraße unter anderem über ihre Zeit „in der Gesinnungshaft“ referieren, berichtete das unter der Schirmherrschaft der SPD stehende Web-Portal „blick nach rechts“.

In Bayern verbüßte Stolz eine mehrjährige Haftstrafe, nachdem sie vom Landgericht Mannheim im Mai 2009 unter anderem wegen Volksverhetzung zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Die Staatsanwaltschaft Mannheim warf Stolz insbesondere vor, während eines Prozess, in dem sie als Verteidigerin auftrat, „wiederholt öffentlich den Massenmord an den Juden wahrheitswidrig bestritten, zum Hass gegen die jüdische Bevölkerung aufgerufen und einen Anwaltsschriftsatz mit ‚Heil Hitler’ beendet zu haben“. Dem Schuldspruch gingen monatelange Verhandlungen sowie eine Revision vor dem Bundesgerichtshof (BGH) voraus.

In einem ersten Verfahren im Januar 2008 waren gegen die Ebersbergerin bereits dreieinhalb Jahre Haft verhängt worden - neben Volksverhetzung auch wegen versuchter Strafvereitelung sowie der Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole. Stolz hatte das Urteil mit dem Hitlergruß erwidert. Ihre Revision wurde durch den BGH zum Teil bestätigt. Eine zweite Revision wies das Gericht als „unbegründet“ zurück.

chl

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