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Lokales Protest in Leipzig-Grünau: Flüchtlinge wollen nicht umziehen
Leipzig Lokales Protest in Leipzig-Grünau: Flüchtlinge wollen nicht umziehen
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11:28 28.04.2016
Flüchtlinge protestieren vor der Erstaufnahme in Grünau gegen die Umsiedlung in die Olbricht-Kaserne.  Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

 Ungewöhnlicher Flüchtlingsprotest an der Erstaufnahmeeinrichtung in der Schönauer Straße 113a in Leipzig-Grünau. Eine Gruppe von rund 40 Asylbewerbern will lieber in der Zeltunterkunft wohnen bleiben, statt in die Unterkunft General-Olbricht-Kaserne umzuziehen.

Laut schallen „We stay here“-Rufe über den Hof, die Flüchtlinge sitzen im Halbkreis, trotzen dick eingemummelt der Kälte. Eigentlich wurden sie schon am Dienstag in die Olbricht-Kaserne umgesiedelt. Doch am Mittwoch haben sie sich mit Bus und Bahn auf den Weg gemacht. Jetzt sind sie wieder da und signalisieren, dass sie bleiben wollen.

Die Situation vor der Erstaufnahme in Grünau war am Mittwochnachmittag friedlich. Wie LVZ.de erfuhr, will die Landesdirektion mit einem Sicherheitsdienst vor Ort aber ihr Hausrecht durchsetzen und im Notfall den Platz räumen. Die Landesdirektion äußerte sich auf Anfrage noch nicht zu der Protestaktion.

Nach Informationen von LVZ.de fühlen sich die Flüchtlinge in der neuen Einrichtung weitgehend sich selbst überlassen. Auch soll es Kritik an der Verpflegung in Olbricht-Kaserne geben.

Verträge laufen aus – Zeltstadt muss schließen

Die Zeltstadt auf dem Gelände der Studienakademie in Grünau muss bis zum 30. April geschlossen werden. Wie die meisten anderen Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaats in Leipzig ist sie nur noch zu einem Bruchteil belegt. 122 Menschen lebten dort vor knapp einer Woche, die Kapazität liegt bei 420 Plätzen, so das Innenministerium in Dresden am vergangenen Freitag. Der Vertrag mit dem Vermieter der Zelte laufe zum Monatsende aus, hieß es weiter.

In den Leichtbauhallen der General-Olbricht-Kaserne in der Landsberger Straße können bis zu 900 Menschen unterkommen. Dort waren Mitte April gerade einmal rund 200 Betten belegt. Insgesamt gibt es nach der Schließung in Leipzig noch rund 8200 Plätze, belegt sind derzeit rund 1200 Plätze.

Von Evelyn ter Vehn

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