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Lokales Proteste gegen Leipziger Asylunterkunft – Initiative kündigt für Montag Widerstand an
Leipzig Lokales Proteste gegen Leipziger Asylunterkunft – Initiative kündigt für Montag Widerstand an
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21:56 28.01.2014
Die Flüchtlings-Notunterkunft im ehemaligen Fechner-Gymnasium in Leipzig-Schönefeld. Eine Mahnwache der Gruppe "Refugees Welcome" steht vor dem Gebäude (Archivbild). Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Von Seiten der Initiative „Refugees Welcome“ wurde eine Gegenkundgebung angekündigt.

Juliane Nagel, Stadträtin der Linken, sagte am Dienstag gegenüber LVZ-Online: „Wir haben beschlossen, eine Gegendemonstration anzumelden“. Das Leipziger Ordnungsamt habe bereits einen Ort in Höhe der Löbauer Straße und Volksgartenstraße in Aussicht gestellt – direkt gegenüber der Kundgebung von „Leipzig steht auf“. „Wir wollen schon 17.30 Uhr beginnen. Dann können wir die Bewohner der Notunterkunft zu einem Tee einladen um ihnen ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.“ Auch mit dem Bürgerverein Schönefeld und der Kirchgemeinde stehe man in Kontakt.

Die Kundgebung der Gruppe „Leipzig steht auf“ startet erst um 19 Uhr. Die Kritik der Veranstalter entzündet sich neben der Asylunterkunft auch am Moscheebau in Gohlis. Weiterhin soll gegen eine geplante forensische Ambulanz in Reudnitz protestiert werden, in der Menschen, die aus dem Maßregelvollzug entlassen wurden, Nachsorge erfahren.

Das Leipziger Ordnungsamt konnte am Dienstag keine Angaben dazu machen, wer die Veranstaltung angemeldet hat. Auch wer hinter der Initiative „Leipzig steht auf“ steht, ist nicht klar. Nach eigenen Angaben handelt es sich um einen Zusammenschluss der Bürgerinitiative Gohlis, die gegen den Moscheebau eintritt, und der Interessengemeinschaft Schönefeld. Stadträtin Nagel sieht hingegen bei der Gruppierung eine bedenkliche Nähe zu Rechtsextremen. „Die Argumentationslinien und angesprochenen Themen auf der Internetseite decken sich mit denen der NPD. Das auf dem Flyer abgebildete Kind war auch schon auf Flugblättern der Rechten zu sehen.“

joka

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