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Protestzug der Asylsuchenden erreicht Leipzig – Austausch mit Flüchtlingen in Grünau

Protestzug der Asylsuchenden erreicht Leipzig – Austausch mit Flüchtlingen in Grünau

Rund 60 Asylbewerber, Flüchtlinge und Unterstützer aus verschiedenen Initiativen sind am Montagvormittag von Markranstädt in den Leipziger Stadtteil Grünau marschiert.

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Ziel der Demonstation am Dienstag: das Asylbewerberheim in der Torgauer Straße. (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Mit dem Refugee Protest March üben die Teilnehmer Kritik an der Abschiebungspraxis, der Residenzpflicht, die ihnen einen Aufenthalt in einer bestimmten Region vorschreibt, sowie der Unterbringung in Lagern. Am morgigen Dienstag führt um 12 Uhr ein Demonstrationszug vom Karl-Heine-Platz in Plagwitz zum Flüchtlingsheim in der Torgauer Straße.

Benjamin Winkler, Sprecher der Leipziger Initiative „Menschen.Würdig“, die sich für die Belange von Flüchtlingen engagiert, geht von bis zu 100 Demonstranten bei der Kundgebung aus. Asylsuchende in der Messestadt seien im Vorfeld über die Aktion informiert worden. Am Montagnachmittag tauschten sich die Teilnehmer des am 8. September in Würzburg gestarteten Protestmarschs erstmals mit Leipziger Flüchtlingen über ihre Situation aus.

Unterstützung kommt auch von politischer Seite. Petra Cagalj Sejdi, Sprecherin der Grünen in Leipzig, begrüßte die Demonstranten in einer Mitteilung vom Montag: „Gerade die Ereignisse und Diskussionen um die dezentrale Unterkunft von Asylbewerbern in Leipzig zeigt uns, wie wichtig solche Protestinitiativen sind.“ Die Leipziger könnten nun zeigen, dass sie weltoffen und multikulturell sind, indem sie mit ihnen auf die Straße gehen und demonstrieren. Außerdem könne die Aktion auch mit Lebensmitteln für die Protestierenden und mit Spenden unterstützt werden.

Benjamin Winkler geht davon aus, dass die Demo friedlich bleiben wird. Bei ihrem Halt in Erfurt am vergangenen Dienstag waren einige Teilnehmer von neun Rechtsextremen angegriffen worden. Die NPD rief auf ihrer Internetseite zu „kreativem Protest“ und zur Abschaffung des Asylrechts auf. Nach Angaben von Annerose Lüdemann, Sprecherin der Polizeidirektion in Leipzig, gebe es bisher keine Informationen über mögliche Störungen von außen. Die Demo werde allerdings wie jede angemeldete Kundgebung durch die Beamten abgesichert.

„Die Teilnehmer haben keine Angst“, sagte einer der Unterstützer gegenüber LVZ-Online. Sie seien auch nach etwa 330 Kilometern Fußmarsch überzeugt, mit der Aktion eine gute Form gefunden zu haben, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Ziel ist am 5. Oktober Berlin.  

Auslöser für den Protestmarsch war der Selbstmord des Asylbewerbers Mohammad Rahsepars Anfang des Jahres in einem Flüchtlingsheim in Würzburg. Es folgten Demonstrationen und ein Hungerstreik. Einige Protestteilnehmer nähten sich ihre Münder zu. Dann begaben sich mehrere Asylbewerber auf ihren Marsch nach Berlin. Ein weiterer Tross ist mit Bussen ebenfalls auf dem Weg in die Hauptstadt.

Robert Berlin/mpu

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