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Prozess nach Angriff in Regionalexpress - Diskussion über Psychiatrieunterbringung

Prozess nach Angriff in Regionalexpress - Diskussion über Psychiatrieunterbringung

Er soll einen Zugbegleiter geschlagen und gewürgt haben, um 50 Euro zu erpressen: Am Landgericht hat gestern der Prozess gegen einen jungen Dachdecker (21) begonnen.

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Die «Justitia», Göttin der Justiz und der Gerechtigkeit.

Quelle: Daniel Reinhardt (Symbolfoto)

Es ist allerdings kein normales Strafverfahren mit abschließender Verurteilung. In dem Sicherungsverfahren geht es um die Frage, ob der Beschuldigte dauerhaft in der Psychiatrie, im Maßregelvollzug, unterzubringen ist, weil er gefährlich für die Allgemeinheit ist.

Laut Antragsschrift der Staatsanwaltschaft soll sich der gewaltsame Vorfall am 6. Juli vorigen Jahres gegen 12.40 Uhr in einem Regionalexpress abgespielt haben. Bei einer Fahrkartenkontrolle sei Krystian S. ganz plötzlich auf den Mitarbeiter der Deutschen Bahn losgegangen, um 50 Euro zu erpressen. Er habe ihm mit der Faust gegen den Körper geschlagen. Außerdem soll er dem Kontrolleur mit dem Arm derart gegen den Hals gedrückt haben, dass dieser Atemnot erlitt. Aus Angst übergab der Bahn-Mitarbeiter das geforderte Geld. Das Opfer wurde bei dem Angriff verletzt, erlitt mehrere Prellungen am Körper.

Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat als räuberische Erpressung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Allerdings: Krystian S. leidet der Behörde zufolge an paranoider Schizophrenie und gilt deshalb als schuldunfähig. In Folge seines Zustandes sind von ihm weiterhin erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten, so die Staatsanwaltschaft, er sei deshalb für die Allgemeinheit gefährlich.

Über die dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie will die 5. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Berthold Pfuhl womöglich bereits am nächsten Verhandlungstag am 19. Januar entscheiden. Zuvor sollen jedoch noch zahlreiche Zeugen angehört werden. Auch ein psychiatrischer Sachverständiger wird sein Gutachten zum Zustand des mutmaßlichen Täters erstatten. Für den nächsten Prozesstag hat auch Verteidiger Stefan Wirth eine Aussage seines Mandanten angekündigt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.01.2015

Frank Döring

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