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Lokales Prozess um sexuellen Missbrauch: Freispruch für Grünauer
Leipzig Lokales Prozess um sexuellen Missbrauch: Freispruch für Grünauer
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00:32 19.11.2015
Am Landgericht endete ein Prozess um sexuellen Missbrauch mit Freispruch.  Quelle: Kempner
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Leipzig.

 Die Vorwürfe waren massiv: Ein Grünauer soll in seiner Wohnung mehrfach minderjährige Mädchen sexuell missbraucht, teilweise dabei sogar Gewalt angewendet haben. Insgesamt drei Fälle hatte die Staatsanwaltschaft dem 37-jährigen Thomas Q. vorgeworfen. Dabei sollen im November und Dezember 2012 Kinder im Alter von zwölf bis dreizehn Jahren betroffen gewesen sein. Doch am Ende blieb von der Anklage nichts übrig: Der Prozess am Landgericht endete jetzt mit einem Freispruch.

Wie berichtet, hatte sich ein mutmaßliches Opfer bereits bei der Befragung zum Prozessauftakt in der vergangenen Woche in erhebliche Widersprüche verstrickt. Angeblich habe die damals Zwölfjährige mit einer Freundin bei dem Mann in dessen Wohnung übernachtet. Aus welchem Grund, blieb weitgehend unklar. Während das andere Mädchen schlief, soll der Angeklagte Pornos auf seinem Laptop angeschaut und dann einen sexuellen Übergriff unternommen haben. Die Schülerin will sich daraufhin dem Zugriff entwunden, längere Zeit im Bad eingeschlossen und geweint haben. Trotzdem sei sie nach diesem Erlebnis noch bis zum nächsten Tag gegen 10 Uhr bei dem Mann geblieben, den sie zuvor noch nie gesehen haben will.

Das Mädchen war nach eigenen Aussagen in der Vergangenheit mehrfach von der Polizei aufgegriffen worden, weil sie als Minderjährige spätabends noch auf der Straße war. Bei der Befragung vor Gericht widersprach die heute 15-jährige Schülerin teilweise ihren früheren Aussagen aus polizeilichen Vernehmungen. Der Untersuchung für ein Glaubwürdigkeitsgutachten im Vorfeld der Hauptverhandlung hatte sie sich nach Angaben des Gerichts entzogen.

Auch Aussagen einer weiteren Zeugin sorgten am Ende dafür, dass sich die erhobenen Tatvorwürfe gegen Thomas Q. wegen sexuellen Missbrauchs aus Sicht des Gerichts nicht bestätigten. Offenbar ging es darum, dem Mann eins auszuwischen.

Somit entschied die 3. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Norbert Göbel, den Angeklagten freizusprechen. Thomas Q. war nach Angaben der Verteidigung im Zusammenhang mit den Vorwürfen im April 2013 selbst Opfer einer Körperverletzung geworden. Als freier Mann konnte er das Gericht indes nicht verlassen: Er befindet sich wegen eines anderen Deliktes gegenwärtig in Haft.

Von Frank Döring

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