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Lokales Prozess um zerstückelte Leiche: Leipziger Staatsanwaltschaft legt Revision ein
Leipzig Lokales Prozess um zerstückelte Leiche: Leipziger Staatsanwaltschaft legt Revision ein
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14:16 21.12.2012
Benjamin H. muss in die Psychatrie. Quelle: dpa
Leipzig

Das bestätigte Ricardo Schulz, Sprecher der Anklagebehörde, gegenüber LVZ-Online.

Zunächst solle nur die Frist eingehalten werden. Sie war am Donnerstag um 24 Uhr abgelaufen. Die Verteidiger des 24-jährigen Mörders hätten dagegen auf das Rechtsmittel verzichtet, sagte ein Sprecher des Landgerichts Leipzig am Freitag.

Ob es tatsächlich zu einer Fortsetzung des Verfahrens kommt, dann allerdings beim Bundesgerichtshof, ist noch offen. Zunächst muss den Prozessbeteiligten das schriftliche Urteil vorliegen. Erst dann wolle die Staatsanwaltschaft abschließend entscheiden.

Leipzig. Im Fall der zerstückelten Leiche aus dem Leipziger Elsterbecken ist das Urteil gegen den gebürtigen Arnstädter Benjamin Hupel (24) rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft zog ihre Revision wieder zurück. "Diese hat nach unserer Auffassung keine Aussicht auf Erfolg", sagte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz auf LVZ-Anfrage. 

Die Schwurgerichtskammer unter Vorsitz von Hans Jagenlauf  hatte Benjamin H. wegen Mordes zu 14 Jahren Haft verurteilt und seine Einweisung in die Psychiatrie angeordnet. Die Richter hielten ihn für vermindert schuldfähig. Der seelisch gestörte Mann hatte seinen 23 Jahre alten Freund umgebracht. Die Leiche zerstückelte er und warf Teile davon ins Elsterbecken. Bis heute ist der Kopf des Opfers verschwunden.

Staatsanwältin Claudia Laube hatte ebenfalls auf Mord plädiert, beantragte aber neben der Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus eine lebenslange Haftstrafe. Die Verteidiger forderten Freispruch, weil H. nicht schuldfähig sei.

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Matthias Roth

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