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Lokales Prozessauftakt in Leipzig: Versuchter Mord an Finanzbeamten - Täter fühlt sich nicht schuldig
Leipzig Lokales Prozessauftakt in Leipzig: Versuchter Mord an Finanzbeamten - Täter fühlt sich nicht schuldig
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10:32 23.06.2011
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Leipzig

Staatsanwalt Klaus-Dieter Müller erhebt Anklage wegen versuchten Mordes: K. habe den Beamten verletzen wollen und billigend in Kauf genommen, ihn dabei zu töten. Die Verteidigung hält Thomas K. für schuldunfähig.

Anwalt Stephan Bonell sagte am Rande des Prozesses, dass das Ziel der Verteidigung ein Freispruch sei. Das heiße nicht, dass der 48-Jährige dann auf freien Fuß komme. Vielmehr gehe er davon aus, dass er sich in psychiatrische Behandlung begeben müsse. Bonell sagte weiter, sein Mandat habe die Tat gestanden, fühle sich aber nicht schuldig: Er habe ein Zeichen setzen wollen.

Das betonte auch der Angeklagte mehrfach am ersten Prozesstag. "Ich musste ein Zeichen setzen. Das war eine symbolische Tat", so Thomas K. Er machte den Finanzbeamten für seine finanziellen Schwierigkeiten verantwortlich, weil die Behörde Steuernachforderungen stellte, nachdem einem von ihm gegründeten Verein die Gemeinnützigkeit aberkannt worden war. Staatsanwalt Müller sagte bei der Verlesung der Anklageschrift, Thomas K. habe sich an dem Beamten rächen wollen. Das Opfer sei von dem Anschlag völlig überrascht gewesen, konnte aber den Angriff abwehren und dem Täter das Feuerzeug abnehmen.

Direkt nach der Tat ging der Täter zur Leipziger Volkszeitung, dort konnte ihn die Polizei festnehmen. Seitdem sitzt der Diplom-Ingenieur in Untersuchungshaft. Seinem Mandanten gehe es sehr schlecht, so Verteidiger Bonell. Der Angeklagte müsse starke Beruhigungstabletten nehmen. Offenbar war das auch der Grund, warum Thomas K. schließlich seine Aussage abbrechen musste.

Sabine Kreuz/lyn

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