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Lokales Qualitätsoffensive ohne Rathaus-Resonanz
Leipzig Lokales Qualitätsoffensive ohne Rathaus-Resonanz
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06:01 31.07.2018
Modell auch für den Cossi? Eine Strandhütte am Hainer See. Quelle: André Kempner
Leipzig

Leipzigs Mühlen mahlen langsam, vor allem die im Rathaus – das weiß auch Seebetreiber Chris Conrad. Vor zwei Jahren hatte er bereits Ideen für eine Qualitätsoffensive am Nordstrand des Cospudener Sees vorlegt (die LVZ berichtete) – ohne große Resonanz von der Stadt.

Im Kern drehten sich seine Vorschläge darum, wie der Strand wieder familienfreundlicher werden, auch ein neues Publikum ansprechen könnte. Conrad schlug dafür auch kleine bunte Strandhütten vor, in denen die Seebesucher Surfbrett, Sonnenschirm, Stühle und mehr für ihren Aufenthalt für die Badesaison lagern könnten, statt die Sonnenartikel immer wieder neu den langen Weg vom Parkplatz zum Strand tragen zu müssen Derartige Strandhäuschen sind in Europa weit verbreitet, es gibt sie etwa in Cornwall, Italien, Frankreich oder an der Nordsee.

Ein halbes Dutzend davon hatte Conrad schon bei einem Versuch am Hainer See nahe Espenhain aufgestellt „Die waren innerhalb weniger Tage vergriffen“, erzählte er damals. Jetzt findet er es vor allem „interessant“, dass die Stadt bis heute auf seinen Vorschlag nicht geantwortet hat. Auch in Rosenthals Plänen tauchen sie nicht auf.

Chris Conrad in einer Strandhütte am Hainer See Quelle: André Kempner

Er habe damals auch vorgeschlagen, an der Kelchsteinlinie die Spuren für Bus, Fußgänger und Radler zu trennen, um mehr Sicherheit zu erzielen. Die Antwort steht bis heute aus.

Sorgen bereitet ihm die Idee, den Parkplatz künftig wieder zu bewirtschaften, also Gebühren zu verlangen. „Wir am See profitieren derzeit alle davon, dass die Stadt den Platz kostenlos lässt“, weiß Conrad. Auf diese Weise würden sich die Besucher um den ganzen See verteilen, gebe es auch nicht so viele wilde Parker in Markkleeberg. Übrigens: Schon vor zwei Jahren war am Verkehrskonzept zwei Jahre lang gearbeitet worden – macht inzwischen vier Jahre Arbeit an einem Papier...

Im Tagesgeschäft sei es derzeit sehr stressig wegen der Unmengen Müll, von denen der Nordstrand jeden Morgen befreit werden müsse, sagt Conrad. Aber das alles funktioniere „ganz gut“. In die Hazienda, die zentrale Versorgungsstation am Anleger, sei investiert worden, frischen Sand hätten sie auch aufgefahren für die Beachvolleyballplätze.

Von Jörg ter Vehn

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