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Lokales Quer durch Afrika – Goalsconnect e.V. veranstaltet Fußballturniere für Straßenkinder
Leipzig Lokales Quer durch Afrika – Goalsconnect e.V. veranstaltet Fußballturniere für Straßenkinder
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18:06 16.09.2010
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Leipzig

Der gemeinnützige Verein Goalsconnect will mit dem Projekt „Goals for Gobabis“ dafür sorgen, dass der afrikanische Kontinent auch nach der WM nicht vernachlässigt wird.

Anfangs ging es den Gründungsmitgliedern nicht um den wohltätigen Aspekt. „Ursprünglich wollten wir einfach nur zur WM nach Südafrika fahren. Dann haben wir uns überlegt, dass wir die Reise gerne mit gemeinnützigem Engagement verbinden wollen“, sagt Sebastian Süß, einer der Mitbegründer. Da sie allesamt fußballbegeistert sind, war der Entschluss schnell gefasst, sich auf sportliche Weise zu engagieren. Bis zur WM ließen sich die Pläne jedoch nicht realisieren, weshalb das Projekt auf die Zeit danach verschoben wurde.

Fußballturniere in zehn afrikanischen Ländern

Mit dem Auto wollen nun vier Mitglieder des Vereins den afrikanischen Kontinent durchqueren und in zehn Ländern Station machen, um vor Ort Fußballturniere für Straßenkinder zu veranstalten. „Uns geht es vor allem darum, dass die Kinder Spaß haben“, sagt Süß, der an der Uni Leipzig Geografie studiert. Am 6. Oktober starten sie ihre Reise in Leipzig. Durch Osteuropa geht es dann Richtung Jordanien bis nach Afrika. Der Verein will insbesondere das Projekt „Namibia Straßenkinder Gobabis“ fördern. Ihm will er auch das Auto überlassen. „Das ist dort dringend notwendig, beispielsweise um ein Kind zum Arzt zu fahren, wenn es krank ist“, sagt der 26-Jährige. Bereits jetzt unterstütze Goalsconnect die Kinderhilfseinrichtung monatlich mit 300 Euro.

Nach den Fußballturnieren, die unter anderem für Ägypten, Sudan und Äthiopien geplant sind, wollen sie Tore, Bälle und Trikots den gemeinnützigen Einrichtungen als Geschenke überlassen. Außerdem plant Goalsconnect für jedes Tor, das bei den Spielen fällt, einen kleinen Spendenbeitrag zu überreichen. Das benötigte Geld soll während der Reise über die Webseite www.betterplace.org, einer Plattform für soziale Projekte, gesammelt werden. Bereits im Vorfeld hat der Verein vor allem mittelständische Unternehmen um Spenden gebeten. Auf diese Weise konnten die Leipziger 50 Fußbälle und den Wagen für die Reise organisieren.

Der Verein will deutsche Kinder für Afrika sensibilisieren

Bei ihrer Durchquerung Afrikas geht es den Leipzigern auch darum, Kontakte zu Hilfsprojekten vor Ort aufzubauen. „Wir wollen unser Engagement sukzessive erweitern und mehrere Projekte in Afrika unterstützen“, sagt Sebastian Süß. Die Vereinsmitglieder legten Wert darauf, nicht nur Geld an die Organisationen zu überweisen, sondern selbst vor Ort aktiv zu werden. „Natürlich ist die Reise für uns auch ein Abenteuer, aber wir wollen sichergehen, dass mit den Spenden auch das passiert, was wir geplant haben“, sagt Süß. Auf die Frage, ob die Kinder andere Dinge nicht vielleicht nötiger hätten als Fußbälle, entgegnet er: „Es ist auch wichtig, auf dem sozialen und emotionalen Sektor etwas für die Kinder zu tun.“

Vier Monate haben sie für ihre Tour eingeplant, bevor sie von Südafrika aus zurück nach Deutschland fliegen. Dann wollen sie ein weiteres Vorhaben angehen. Mit Projekttagen und Fußballturnieren an deutschen Schulen will Goalsconnect die Kinder für Afrika sensibilisieren. „Auf diese Weise sollen die Schüler den Blick über den Tellerrand lernen und erfahren, mit welchen Problemen Kinder in anderen Ländern kämpfen“, sagt Süß. Für die Zukunft plant der Verein weitere Projekte mit Straßenkindern nicht nur in Afrika, sondern auch in Europa und Südamerika.

Nora Ernst

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