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Radeln für lebenswertes Leipzig: Demonstranten wollen Lärm und Abgas die Rote Karte zeigen

Radeln für lebenswertes Leipzig: Demonstranten wollen Lärm und Abgas die Rote Karte zeigen

Klingellingelling – so schrillt es aus dem Fahrradkorso, der sich seinen Weg über den Augustusplatz bahnt. „Wir wollen mit der Demo unseren Zielen nachkommen, die Stadt fahrradfreundlicher zu gestalten“, erklärt Alexander John vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club ADFC.

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Fahrrad-Demo in Leipzig

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Er spürt jedoch nach wie vor Gegenwind von der Politik.

Eine kurze Kundgebung, dann geht’s los. Jung und Alt drehen am Dienstagnachmittag noch eine Ehrenrunde, bevor die zweistündige Tour durch Leipzig beginnt. Mit Fahnen-Aufschriften wie „Radeln gegen Kürzungen“, „Ressourcen schonen“ oder „Radeln für mehr Bildung“ demonstrieren rund 150 Leipziger mit.

Politik muss sich zum Radfahren bekennen

„Vergangenen Oktober haben wir dem Stadtrat einen Forderungskatalog übergeben. Ein paar Sachen sind getan, aber vieles ist noch offen“, sagt John. Lärm und Abgas will er die Rote Karte zeigen, das Radfahren hingegen fördern. Dazu müsse sich aber auch die Politik bekennen. „Der Oberbürgermeister sollte dazu eine klare Linie fahren. Die fehlt bislang“, sagt John. Um die Stadt regelmäßig an die Forderungen zu erinnern, hatte der ADFC, der Studentinnenrat Leipzig und Ökolöwe Umweltbund Leipzig am 20. September um 15 Uhr zu einer Fahrraddemonstration aufgerufen.

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Leipzig. Klingellingelling – so schrillt es aus dem Fahrradkorso, der sich seinen Weg über den Augustusplatz bahnt. „Wir wollen mit der Demo unseren Zielen nachkommen, die Stadt fahrradfreundlicher zu gestalten“, erklärt Alexander John vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club ADFC. Er spürt jedoch nach wie vor Gegenwind von der Politik.

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Nach Meinung von Tino Supplies, verkehrspolitischer Sprecher der Ökolöwen, fehle das richtige Signal der Landesregierung. „In den vergangen Jahren wurde viel auf Autos gesetzt und es wurden viele Straßen gebaut. Dabei müssen Strukturen für Radfahrer geschaffen werden.“ Radverkehr sei für ihn keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung für das Stadtleben. „Erst dadurch wird die Stadt lebendig. Wir müssen uns nicht hinter Blechkisten verstecken“, fügt er hinzu. Supplies betont: „50 Prozent der Wege liegen unter sechs Kilometern. Das ist locker mit dem Rad zu fahren.“

Aus allen Himmelsrichtungen problemlos in die Stadt radeln

„Ein wichtiges Thema unserer sieben Forderungen sind Fahrradstellplätze. Die sollten nicht auf den Gehwegen, sondern wie auch Parkplätze für Autos auf der Fahrbahn sein. Zu oft sind die Fußgängerwege zu eng“, erklärt John. Supplies betont, dass Radwege auf die Straße gehören: „Der Radverkehr hat bei den Fußgängern nichts zu suchen.“ Supplies fordert, dass Radfahrer „aus allen Himmelsrichtungen vom Stadtrand bis ins Zentrum durchfahren können“. Auch bemängelt er die acht Spuren auf dem Ring: „Eine davon sollte den Radfahrern gehören.“

Bei der Demo ist auch Constanze Latussek, Sprecherin der Bürgerinitiative Musikviertel. Als eine Vertreterin von insgesamt fünf Bürgerinitiativen unterstützt sie die Aktion und das geforderte Tempo-30-Limit sowie ein LKW-Durchfahrtsverbot durch die Stadt. „Alles, was aufrüttelt, ist goldwert.“ Im Musikviertel bemängelt sie die täglich passierenden 20.000 Fahrzeuge und 1200 LKWs. „Schadstoffe und der Lärm sind einfach unerträglich“, beklagt sie.

Auch Wilfried Domröse hat sich der Aktion angeschlossen. Er ist öfters mit dem Fahrrad unterwegs, „das ist teilweise ziemlich gefährlich, weil die Autofahrer einen einfach übersehen und die Fahrbahnen sehr eng sind“. Ähnlich geht es auch Philipp Czapik. Der 23 Jahre alte Romanistik-Student nutzt sein Klapprad täglich. „Da, wo die Straßen gut ausgebaut sind, merkt man erst mal, wo es sonst noch überall riskant ist zu fahren.“

Die Fahrrad-Demo ist eine Aktion im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche, die vergangenen Freitag begann und noch bis zum Donnerstag geht. Die Stadt Leipzig beteiligt sich als eine von 1600 Städten an der Aktion für nachhaltige Mobilität.

Annett Böhm

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