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Lokales „Radschlag“ für Studenten in Reudnitz
Leipzig Lokales „Radschlag“ für Studenten in Reudnitz
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22:45 04.06.2018
In Reudnitz hat eine neue Selbsthilfewerkstatt für Fahrradfahrer eröffnet. Studierende können ihre Drahtesel jetzt auch in der Schulze-Boysen-Straße 16 reparieren. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Bremse defekt, Reifen platt, Tretlager ausgeleiert, Gangschaltung kaputt, Kette gerissen: Wenn die Kommilitonen in Leipzig Probleme mit ihrem Drahtesel haben, können sie jetzt die neue SelbsthilfewerkstattRadschlag“ in Reudnitz ansteuern. Weil der Reparaturservice von der Firma „Rückenwind“ in Kooperation mit dem hiesigen Studentenwerk betrieben wird, kam auch dessen Geschäftsführerin Andrea Diekhof zur Eröffnung der Einrichtung in der Schulze-Boysen-Straße 16. Es sei nicht einfach gewesen, ein geeignetes Domizil zu finden, „aber jetzt wird gestartet. Und ich hoffe, es läuft wie geschmiert“, meinte Diekhof. Zur Einweihung gab es auch eine Torte mit einem kleinen Fahrrad obendrauf.

Auf rund 140 Quadratmetern können die Studierenden ihre Räder instandsetzen. Die nötigen Werkzeuge und Vorrichtungen sind vorhanden, eine elektrische Hebeanlage für schwere Gefährte wie E-Bikes oder Lastenfahrräder ist an der Decke montiert. Drei Mechaniker geben Hilfestellung, Termine müssen nicht gebucht werden, nur der Studentenausweis ist beim Kommen vorzulegen. Am Eingang steht ein Check-In-Terminal. Kosten fallen lediglich für Ersatzteile an. „Wir haben aber auch reichlich gebrauchtes Material auf Lager“, erklärte „Rückenwind“-Chef Morris Anton.

Schon seit mehr als zehn Jahren ist das Unternehmen mit einer Werkstatt namens „Die Radgeber“ in der Leplaystraße 5 unweit vom Uni-Campus am Augustusplatz vertreten. „Dort bilden sich bei bis 350 Nutzern wöchentlich schon mal Warteschlangen, mit dem neuen Standort im Leipziger Osten wollen wir das etwas abfedern“, sagte Anton.

Wenn sich der jeweilige Defekt nicht gleich beheben lässt, kann zwischenzeitlich ein Leihfahrrad genommen werden. Zu den „Radschlag“-Unterstützern gehört der Uni-Studentenrat (Stura). Franz Hempel, Stura-Referent für nachhaltige Mobilität, freute sich über den neuen Stützpunkt „mit Hilfe zur Selbsthilfe“. Damit wachse dieses Netzwerk weiter, denn auch im soziokulturelles Zentrum „Villa“ in der Lessingstraße 7 gebe es seit längerem eine solche Werkstatt. In Leipzig sind Fahrräder und der öffentliche Personennahverkehr die wichtigsten Transportmittel der Studenten.

Diekhof verwies darauf, dass bald wieder Verhandlungen mit dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund zum MDV-Semesterticket anstehen. Der bisher geltende Vertrag war 2014 mit einer Laufzeit von fünf Jahren geschlossen worden. Von Seiten der Hochschulen ist vor allem der Semesterticketausschuss involviert, dem Vertreter des Studentenwerkes und der Studentenräte angehören.

Von Mario Beck

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