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Lokales Radverkehrsplan: LVZ-Online-User sehen Schwerpunkte in Innenstadt und bei Radwegen
Leipzig Lokales Radverkehrsplan: LVZ-Online-User sehen Schwerpunkte in Innenstadt und bei Radwegen
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13:23 30.01.2012
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Leipzig

Dessen Ziele sind laut Baubürgermeister Martin zur Nedden (SPD) „die Steigerung des Radverkehrsanteils, die Senkung des relativen Unfallrisikos sowie die Erhöhung der Nutzerzufriedenheit". Via Facebook fragte LVZ-Online daher am Freitag, welche Maßnahmen die User für die wichtigsten halten, damit es zwischen Rad- und Autofahrern in Leipzig künftig reibungsloser funktioniert.

Besonders häufig wurde dabei ein geschlossener innerer Fahrradring um die City genannt. Bis dato gibt es einen solchen nicht. Das Radfahren auf dem mehrspurigen „normalen" Ring ist aktuell untersagt. Es gilt eine Mindestgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometern. 43 Nutzer wollen auf diese Weise das Radeln in der Innenstadt wieder salonfähig machen. 19 User fordern dagegen schlicht, das momentan geltende Radfahrverbot in der Innenstadt aufzuheben. Alles Quatsch, scheinen dagegen die Fünf zu denken, die strikt fordern: „Den Ring weiterhin für Radfahrer sperren."

Schwerpunktthema für die LVZ-Online-User sind abseits des Ring-Themas Radwege. Die Nutzer fordern via Umfrage durchgängige Radfahrstreifen für die Karl-Liebknecht-Straße, die Bornaische Straße sowie die Könneritzstraße. Mehrere wollen vor allem eine zu starke Konzentration der Maßnahmen auf den Süden der Stadt verhindern. „Aufmerksamkeit auf GANZ Leipzig und nicht nur Südvorstadt!", lautet ihr Motto. Anderen ist die Beschaffenheit der Radwege wichtig. Statt Schotterpisten befürworten sie Radfahrstreifen als Teil der „normalen" Straße. Das würde dann auch das Problem der Beräumung von Schnee lösen, das einigen Nutzern ebenfalls auf der Seele brennt. Sie fordern: „Radwege im Winter räumen!" Und: „Radfahrwege auch durch Reinigungsservice säubern lassen!"

Außerdem im Fokus der Nutzer: Autofahrer, die rücksichtslos die vorhandenen Radwege zuparken. Die vorgeschlagene Lösung: Strafzettel. Separat genannt wurden in der Umfrage der Bereich rund um den Moritz Hof in Lößnig sowie die Karl-Liebknecht-Straße. Die User warnen aber auch hier vor einer Bevorzugung des Südens: „Knöllchen für alle Autos, die auf Radwegen parken. Egal ob Karli und Co.!"

Und während einige Nutzer der LVZ-Online-Facebookseite noch Fahrradbügel an allen Straßenbahnhaltestellen bzw. mehr davon vor Kaufhäusern, Banken, Einkaufscentren etc. fordern, schlagen andere gleich Anpassungen des Bußgeldkatalogs für Vergehen im Straßenverkehr vor. So sollen Radfahrer, die ohne Licht unterwegs sind, künftig 100 Euro zahlen. Radfahrer, die langsam nebeneinander herfahren, sich unterhalten und so den rückwärtigen Verkehr aufhalten, müssten mit 50 Euro Strafe rechnen.

Manche Umfrageteilnehmer zeigten sich übrigens durchaus schmerzfrei und zu Späßen aufgelegt: Während vereinzelt die Umwandlung der Umweltzone in eine 30er-Zone favorisiert wird, wünschen sich manche eine generelle Vorfahrtsregelung für Autofahrer sowie eine Mindestgeschwindigkeit für Radfahrer von 50 Stundenkilometern.

Antje Henselin-Rudolph

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