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Lokales Ramsauer will Winterschäden rasch ausbessern lassen - Notreparaturen in Leipzig
Leipzig Lokales Ramsauer will Winterschäden rasch ausbessern lassen - Notreparaturen in Leipzig
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09:40 06.02.2010
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Zugleich erwägt er die Einrichtung einer nationalen Streusalzreserve, wie er der Zeitung „Bild am Sonntag“ laut einem Vorabbericht sagte. „Ich lasse gerade feststellen, welche Mittel im Bereich Straßenbau dafür verfügbar sind, um schnellstmöglich die Winterschäden ausbessern zu lassen. Sonst geht das auf Dauer an die Substanz unseres Straßennetzes.“

Das volle Ausmaß der Schäden sei nach den Worten des Ministers erst um Ostern herum abzusehen: „Erst muss der Schnee getaut und der Frost abgeklungen sein.“

Das Leipziger Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA) repariert bereits die Löcher. „Wir haben Firmen losgeschickt, die die Schäden im Hauptstraßennetz beseitigen sollen“, sagte VTA-Sprecher Christoph Bock. „Das Nebenstraßennetz kommt später dran.“ Wegen der aktuellen Witterung sind die Arbeiten nicht besonders hochwertig - die geflickten Löcher können bei heftigen Schwankungen um den Gefrierpunkt wieder aufbrechen. Für Ausbesserungen, die dauerhaft halten, sind Temperaturen von über fünf Grad plus erforderlich.

Ramsauer kündigte weiter an, er werde das Thema „Konsequenzen aus dem harten Winter“ auf die Tagesordnung beim nächsten Treffen mit den Länderverkehrsminister im April setzen. Mit Blick auf die zum Teil unzureichenden Salzvorräte der Kommunen sagte Ramsauer: „Ich lasse bereits prüfen, ob es nicht sinnvoll wäre, eine nationale Salzreserve anzulegen.“ Angesichts der extremen Wetterlage appelliert der Minister an die Bürger, Abstriche in der Mobilität hinzunehmen: „Ich empfehle uns allen etwas mehr Geduld, wenn wegen Eis und Schnee Fahrpläne ins Rutschen geraten oder es im Straßenverkehr etwas langsamer als sonst voran geht.“

In den vergangenen Tagen hatte auch sachsenweit Gemeinden darüber geklagt, dass der anhaltend strenge Winter zunehmend die Lager der Streusalzlieferanten leert. Die Bauhofmitarbeiter in Oschatz etwa stehen vor leeren Salzkammern. "Wir bekommen derzeit keine Fuhre mehr. Trotzdem werden wir alles tun, damit wir nicht lange ohne Streusalz bleiben", so Rolf Prohazka vom Bauhof. "Das Salz neigt sich langsam dem Ende entgegen", sagte auch Harthas Bürgermeister Gerald Herbst (CDU).

"Wir haben noch Reserven", erklärte Ute Brückner von der Stadtreinigung Leipzig. Jedoch sei die Kommune auf stetige Nachlieferungen angewiesen. Seit Mitte Januar gebe es Signale, dass die Anbieter mit den Lieferungen nicht nachkommen. Sie hoffe, dass die bestellten Mengen Leipzig erreichen. "Wir müssen auch sparen", so Brückner mit Blick auf die derzeitige Arbeit der Straßenreinigung. Der Bedarf der Kommune an Streusalz liege aufgrund des schneereichen Winters über der vertraglich vereinbarten Menge. Durch den Zusatzbedarf gelten die festgelegten Preise nicht mehr. Das Salz wird teurer.

A.T./mw/gl/HS

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