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Lokales Rassismusvorwurf gegen LVB-Mitarbeiter wird am Mittwoch im Leipziger Stadtrat diskutiert
Leipzig Lokales Rassismusvorwurf gegen LVB-Mitarbeiter wird am Mittwoch im Leipziger Stadtrat diskutiert
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13:20 19.06.2013
Sitzung des Leipziger Stadtrates (Archivfoto) Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

Leipzigs Wirtschaftsdezernent Uwe Albrecht (CDU) hat eine Stellungnahme der LVB angefordert, in der Begands Engagement gegen Rassismus zwar gelobt, seine Vorwürfe aber zurückgewiesen werden.

Wie es in dem Schreiben der LVB-Geschäftsführung an Albrecht heißt, begrüße das Unternehmen ausdrücklich die Zivilcourage, mit der sich Begand am 27. November vergangenen Jahres für zwei syrische LVB-Fahrgäste eingesetzt hat. „Rassismus und rassistische Verhaltensweisen stehen zur Unternehmenspolitik und -kultur der LVB in diametralem Widerspruch und werden, wenn sie der LVB und ihrer Geschäftsführung zur Kenntnis gelangen, ausgewertet und wenn belegbar geahndet“, so die Ausführungen.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Die vom Ingenieur erhobenen Vorwürfe seien aber nach Auswertung aller Informationen „in Ihrer Form und Gesamtheit so nicht zutreffend bzw. nicht verifizierbar.“ Neben der Zeugenaussage des Ingenieurs gebe es keine weiteren Hinweise, dass LVB-Mitarbeiter ausländische Fahrgäste angegriffen, offenkundige Beweismittel vorsätzlich vernichtet und Zeugen mit verbaler und körperlicher Gewalt eingeschüchtert hätten. Die Geschäftsführung des Unternehmens räumte einzig ein, dass Kunden-Servicestandards nicht eingehalten wurden.

Zudem wies das Unternehmen darauf hin, dass die Videoaufzeichnungen vom Vorfall nur deshalb vernichtet worden war, weil die Beschwerde von Christian Begand erst zwei Tage nach dem 27. November eingegangen sei. „Die Aufnahmegeräte gewähren eine 24-stündige Aufnahme. Bei Erreichen der Kapazitätsgrenze werden die ältesten Daten überschrieben“, so das Verkehrsunternehmen.

Im Auftrag der Stadtverwaltung haben die LVB zudem ihre Kundenkommunikation der vergangenen drei Jahre nach ähnlichen Vorwürfen durchforstet. Lediglich in vier weiteren Fällen konnten Beanstandungen mit rassistischem Hintergrund gefunden werden. Drei der Beschwerden handeln von fehlender Kulanz der Kontrolleure aufgrund angegblich ausländerfeindlicher Motive. Ein Fall beklagt unterlassene Hilfeleistungen.

mpu

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