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Lokales Rathaus plant Drogengipfel mit Leipziger Polizei für Ende Juni - Razzia bei Süchtigen
Leipzig Lokales Rathaus plant Drogengipfel mit Leipziger Polizei für Ende Juni - Razzia bei Süchtigen
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14:57 04.06.2011
Gärtnerei im Gewerbegebiet "An den Theklafeldern": Auch hier haben Polizeibeamte nach Diebesgut gesucht. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Unterdessen haben Ermittler bei einer großangelegten Razzia eine Bande drogensüchtiger Diebe gefasst.

Die massive öffentliche Diskussion um die städtische Drogenpolitik habe ihn dazu bewogen, zu der Gesprächsrunde einzuladen, sagte Fabian. An dem Drogengipfel sollen neben Kommunalpolitikern und den Spitzen der Polizei auch Vertreter von Ärzte- und Apothekerschaft teilnehmen. Diese hatten massive Kritik an der städtischen Betreuung der Süchtigen geübt, nachdem zuvor schon die Polizei den aus ihrer Sicht zu inkonsequenten Umgang mit der Rauschgiftszene moniert hatte.

Fabian verteidigte im Interview das Konzept der Kommune. "Mit der Suchtkrankenhilfe leisten wir als Stadt einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Beschaffungskriminalität. Je mehr Drogenabhängige den Weg aus der Sucht finden, umso mehr sinkt die Nachfrage nach illegalen Drogen", erläuterte der Bürgermeister.

In den vergangenen Monaten gab es allerdings eine erhebliche Zunahme an Straftaten, vor allem bei Diebstählen und Einbrüchen. Außerdem kam es allein seit Jahresbeginn zu mittlerweile 283 vorwiegend bewaffneten Raubüberfällen in der Stadt. Am Freitag bestätigte die Polizei, dass Ermittler bei einer Razzia am Dienstag eine sechsköpfige Bande gefasst und umfangreiches Diebesgut sichergestellt haben. Alle Tatverdächtigen seien polizeibekannte Drogenkonsumenten.

Sozialbürgermeister Fabian räumte im LVZ-Interview ein, dass es in Leipzig ein Problem mit Drogenabhängigkeit gebe. Er sieht die Stadt aber vor allem in der Pflicht, Hilfe für Süchtige anzubieten. "Wir haben unterschiedliche Wahrnehmungen und Interpretationen der Situation", sagte er. Ein seit den frühen 90er Jahren vorhandener Konsens werde von der Polizei nicht mehr mitgetragen. Ziel des jetzt geplanten Gespräches sei es deshalb, ein "differenziertes Lagebild" zu erstellen. Es müsse versucht werden, sich zu verständigen, um "ein abgestimmtes Handeln in der Drogenpolitik" zu erreichen. Eine deutliche Kurskorrektur hält Fabian auch weiterhin nicht für nötig.

Das Interview mit Sozialbürgermeister Thomas Fabian lesen Sie in der Printausgabe der LVZ vom 4. Juni 2011 oder im E-Paper!

Frank Döring

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