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Lokales Rathaus will Wartezeiten für Bürger verkürzen
Leipzig Lokales Rathaus will Wartezeiten für Bürger verkürzen
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19:29 22.07.2016
Ulrich Hörning (rechts) und Andreas Diestel stellen den neuen Automat im Standesamt am Burgplatz 1 vor.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

„Wer online keinen passenden Termin bekommt, kann einfach so zur Sprechzeit auf dem Amt erscheinen“, erklärt Ulrich Hörning (SPD), Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung. Mit modernen Wartemarkendruckern und einem SMS-Benachrichtigungsservice könne die Wartezeit auf dem Amt so kurz wie möglich gehalten werden. Trotzdem müssten Bürger zu Stoßzeiten durchaus Wartezeiten von über 60 Minuten in Kauf nehmen. „In der zentralen Anlaufstelle am Burgplatz sind Wartezeiten nun mal nicht zu vermeiden. Die Mitarbeiter müssen schließlich alle Anliegen gründlich bearbeiten“, merkt Hörning an. Das Rathaus sei „kein Kaugummiautomat“, es ginge um wichtige Dokumente, Rechte und Leistungen. Die Bürgerämter außerhalb der City, etwa im Paunsdorf-Center oder in der Wiedebach-Passage hätten oft weniger Andrang. Dort würde es auch schneller einen Termin geben.

Eltern, die für ihr neugeborenes Kind beim Standesamt eine Geburtsurkunde ausstellen lassen möchten, nützt das jedoch nichts. Es gibt nur ein Standesamt in Leipzig und das befindet sich im Stadthaus am Burgplatz. Im Standesamt gibt es an drei Tagen in der Woche Sprechzeit. An einem davon vor- und nachmittags. Der Leiter des Standesamtes, Uwe Bernhardt, hat eine klare Botschaft an die Bürger: „Wer es eilig hat, muss sich eben früh anstellen“. Für mehr Personal sei im Haushaltsplan kein Geld vorgesehen. „Wir stellen bedarfsgerecht ein und können nicht eins zu eins mit jedem Bevölkerungstrend mitgehen“, erklärt Hörning. In Zukunft solle aber weiter in moderne technische Geräte investiert werden. Hörning kündigte an, dass in acht bis zehn Wochen auch für die Bürgerämter im Paunsdorf-Center, in der Wiedebach-Passage und in der Stötteritzer Straße eine Anzeige der aktuellen Wartezeit auf der Website der Stadt verfügbar sein werde. Ein positiver Effekt bei der Wartezeit sei allerdings bisher durch die technischen Neuerungen nur „schwierig zu beschreiben“, sagt Andreas Diestel, Abteilungsleiter Bürgerservice im Hauptamt.

Bei dem Termin am Freitag kam auch die Bearbeitungsdauer beispielsweise einer Geburtsurkunde zur Sprache. Entgegen der Angaben, die eine Sprecherin der Stadt der LVZ am Montag gemacht hatte, dauere die Ausstellung einer Geburtsurkunde nicht vier, sondern etwa eine Woche. Für Fragen zu Öffnungszeiten oder Zuständigkeiten ist das Bürgertelefon unter 0341 1230 eingerichtet.

Von Jonas Nayda

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