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Ratsbeschluss: Asylbewerberheim Torgauer Straße wird für rund 5,8 Millionen Euro saniert

Ratsbeschluss: Asylbewerberheim Torgauer Straße wird für rund 5,8 Millionen Euro saniert

Rund 5,8 Millionen Euro wird die Stadt Leipzig in den Ausbau des Asylbewerberheims in der Torgauer Straße stecken. Das hat der Stadtrat am Mittwoch mehrheitlich beschlossen.

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Das Asylbewerberheim in der Torgauer Straße wird saniert und ausgebaut. (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die Linke sieht eine Verwässerung des Konzepts zur dezentralen Unterbringung. Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) verwies auf den Handlungsdruck: Leipzig erwarte 2015 bis zu 2600 Asylbewerber.

„Das sind doppelt so viele wie 2014 und zehnmal so viele wie im Jahr 2011“, schilderte er. Die Stadt müsse alle Möglichkeiten nutzen, und die Immobilie im Nordosten der Stadt gehöre der Kommune. „Die bisher erhaltenen Angebote reichen nicht aus“, schilderte er. Gleichzeitig betonte Fabian: „Mit dem Baubeschluss wird das Konzept der dezentralen Unterbringung nicht in Frage gestellt.“ Mit den Wohnungsgenossenschaften suche man weiter nach alternativen Wohnmöglichkeiten für Flüchtlinge.

In der Torgauer Straße gebe es abgeschlossene Wohneinheiten mit zwei bis drei Räumen, eigener Küche und Bad. Auch die Außenflächen würden viel Platz für Aktivitäten bieten. Die Sanierung der Freiflächen, die aktuell einen traurigen Anblick bieten, wurde noch nachträglich in den Beschluss integriert.

Die Linksfraktion lehnt die Sanierung des Asylbewerberheims, das statt bisher rund 300 künftig bis zu 500 Menschen Wohnraum bieten soll, ab. „Das zementiert die Isolation von Menschen am Stadtrand und bedeutet die Isolation von der Stadtgesellschaft“, sagte Abgeordnete Juliane Nagel. Sie bemängelte, dass Alternativen außer Acht gelassen würden. Die Wohnungsgenossenschaften besäßen rund 3000 leerstehende Wohnungen. „Die positiven Signale müssen jetzt geprüft und Entscheidungen beschleunigt werden“, sagte sie. Ein neues WG-Modell sei auf dem Weg, drei kleinere, beschlossene Unterkünfte müssten in Betrieb genommen werden.

CDU: Pläne der Linken realitätsfern

Die CDU nannte die Vorstellungen der Linken „realitätsfern“. Es gehe um einen verantwortungsvollen Umgang mit den Möglichkeiten, die Leipzig zur Unterbringung der Asylbewerber habe. Bei einer Ablehnung sei die Linke verantwortlich, „wenn Ende des Jahres hunderte Menschen in Turnhallen unterkommen müssen“, sagte Michael Weickert. Die AfD sprach sich grundsätzlich für die dezentrale Unterbringung aus, stimmte aber dem Ausbau des Objekts Torgauer Straße zu: "Den Menschen dort muss geholfen werden", sagte Tobias Keller.

Die Sozialdemokraten pochen ebenfalls weiter auf das dezentrale Unterbringungskonzept. „Aber angesichts der weltpolitischen Lage sehen wir nicht, wie das alles kurzfristig umgesetzt werden kann“, sagte Christopher Zenker. Die SPD setzt auf eine gute soziale Betreuung der Asylbewerber. Die sei letztlich für die traumatisierten Menschen entscheidend.

Nagel begrüßte, dass Leipzig mit dem Betreuungsschlüssel für Flüchtlinge sachsenweit eine Vorreiterrolle einnehme. Sie bezweifelte allerdings, dass sich mit dem Sanierungsbeschluss schnell die Wohnverhältnisse für die jetzt schon in dem großen Bau lebenden Menschen bessern werden: „Sanierung und Umbau werden eineinhalb Jahre dauern.“

Evelyn ter Vehn

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