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Lokales Recht auf Stadt: Demo in Leipzig fordert bezahlbares Wohnen und Platz für Wagenburgen
Leipzig Lokales Recht auf Stadt: Demo in Leipzig fordert bezahlbares Wohnen und Platz für Wagenburgen
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20:53 31.05.2014
Am Samstag haben in der Leipziger Innenstadt rund 700 Demonstranten mehr bezahlbaren Wohnraum und ein Bleiberecht für Wagenburgen gefordert. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Ein zweites großes Thema war die Situation Leipziger Wagenburgen.

Städtische Bauarbeiten Stadt auf dem Platz an der Fockestraße in der Südvorstadt hatten unter den dortigen Bewohnern Befürchtungen geweckt, die Fläche bald verlassen zu müssen. Auch im Leipziger Osten ist die Situation für Bauwagenbewohner prekär. Die Gruppe „Trailerpark“ hält seit kurzem eine Fläche an der Schulze-Delitzsch-Straße in Volkmarsdorf besetzt. Die Deutsche Bahn, der das Gelände gehört, hat zwar eine Duldung ausgesprochen. In einem Telefonat mit den Wagenburgleuten seien die getroffenen Vereinbarungen wieder in Frage gestellt worden, hieß es.

Auf der Demonstration warfen Redner der Stadt vor, öffentliche Räume lediglich unter dem Gesichtspunkt ihrer kommerziellen Verwertbarkeit zu betrachten. Mit Transparenten auf denen „Gegen den Ausverkauf der Stadt“ zu lesen war forderten sie eine unkommerzielle und solidarische Gestaltung aller Lebensbereiche. „Die Stimmung unter Teilnehmern und Rednern war nicht resigniert, eher kämpferisch mit ironischen Tönen“, sagte Anmelderin Juliane Nagel (Linke) gegenüber LVZ-Online.

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Für ein Recht auf Stadt haben zahlreiche Menschen am Samstagnachmitag in Leipzig demonstriert der Protest richtete sich unter anderem gegen steigende Mieten.

Die Polizei sprach von rund 500 Teilnehmern, den Veranstaltern zu Folge sollen es über 1000 gewesen sein. Viele seien von dem an diesem Wochenende in Leipzig stattfindenden Kongress der Bundeskoordination Internationalismus (Buko) gekommen, sagte Nagel. Das Treffen des linken Basisnetzwerks tagt in diesem Jahr zu den Themen Migration und Gentrifizierung.

Seine Veranstalter hatten zu der Demonstration durch Leipzig aufgerufen. Die Veranstaltung startete mit zeitlicher Verzögerung gegen 17.30 Uhr auf dem Augustusplatz und zog von dort zum Bundesverwaltungsgericht und weiter zum Südplatz.

chg

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