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Lokales Regatta-Unglück: Triton-Präsident geht in Berufung
Leipzig Lokales Regatta-Unglück: Triton-Präsident geht in Berufung
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09:20 16.04.2010
Triton-Chef Jens Geißler will das Urteil im Ruderprozess nicht hinnehmen und legt Rechtsmittel ein. Quelle: André Kempner
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(42), akzeptiert den Schuldspruch nicht. Er legte am Mittwoch, kurz vor Fristablauf, Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichtes ein, bestätigte Verteidiger Peter Manthey auf Anfrage. Die Trainerinnen vom Dessauer Ruderverein, Yvonne S. (33) und Ines M. (48), verzichten hingegen ihren Anwälten zufolge auf Rechtsmittel.

Wie berichtet, sprach das Gericht die Angeklagten wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung schuldig. Sie hätten Sorgfaltspflichten verletzt. Es hielt jedoch Verwarnungen mit Strafvorbehalt für ausreichend. Nur für den Fall, dass die drei binnen einer einjährigen Bewährungszeit straffällig werden, sollen sie Geldstrafen zahlen. Bei der Regatta ertrank ein zwölfjähriger Junge aus Dessau, vier weitere Kinder wurden verletzt, eines schwer.

"Es geht darum, durch ein höheres Gericht feststellen zu lassen, welche Pflichten ein Veranstalter hat", so Verteidiger Manthey gestern. "Das Amtsgericht hat die Anforderungen zu hoch gesteckt. Wären sie Maßstab, kann niemand mehr eine Regatta veranstalten." Laut Erstinstanz hätte Jens G. prüfen müssen, ob die Kinder rudern können. Manthey: "Ein Veranstalter muss sich darauf verlassen, dass die Teilnehmer die Grundbegriffe des Ruderns beherrschen." Ziel sei Freispruch.

Marco Bennewitz, Anwalt von Ines M., indes sagte: "Das Urteil widerspiegelt das subjektive Empfinden meiner Mandantin." Und Verteidiger-Kollege Christian Meybohm meinte, dass Yvonne S. "kein weiteres Verfahren betreiben" möchte, mit der Kraft am Ende sei. "Es besteht ja keine Garantie, dass die Berufung zu einem anderen Ergebnis führt."

Sabine Kreuz

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