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Lokales Regen, Regen und nochmals Regen: Flusspegel steigen auch in Leipzig
Leipzig Lokales Regen, Regen und nochmals Regen: Flusspegel steigen auch in Leipzig
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11:11 27.09.2010
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Leipzig

Am Montagvormittag rückten die Kameraden der Leipziger Feuerwehr in den Poetenweg aus. Wie Schichtführer Gerald Hofmann auf Anfrage mitteilte, war dort ein Graben um ein Haus vollgelaufen und musste leer gepumpt werden. Am Sonntagmittag waren die Kräfte im Waldorfkindergarten im Jörgen-Schmidtchen-Weg im Einsatz. „Dort stand in zwei Räumen das Wasser etwa einen anderthalben Zentimeter hoch", so Hofmann.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_4643]Eine wirkliche Besserung der Wetterlage ist zumindest am Montag nicht in Sicht. „Bis zum Dienstagmittag wird es noch weiterregnen", sagte Gerold Weber, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD), am Montag gegenüber LVZ-Online. Dann beginne eine trockenere Phase, die bis zum Freitag anhalten soll. „Die Temperaturen bewegen sich anfangs weiter um die Zehn-Grad-Marke. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht bleiben dafür gering", so Weber.

Keine Entwarnung gibt es dennoch für die Flüsse in und um Leipzig. „Unser Problemkind ist momentan die Parthe", erklärte Axel Bobbe, Betriebsleiter der Landestalsperrenverwaltung am Standort Rötha am Montag. Dort sei Alarmstufe eins ausgerufen worden. „Wir haben hier derzeit einen Durchfluss von etwa sechs Kubikmeter je Sekunde, Tendenz steigend," so Bobbe. Für Leipzig sei das allerdings noch nicht kritisch.

Deutlich mehr Wasser als sonst führe ebenfalls die Weiße Elster, ebenso die Pleiße. „Bei der Weißen Elster haben wir derzeit eine Mittelwasserführung, die dem Doppelten des üblichen Wertes entspricht. Aktuell fließen hier 30 Kubikmeter pro Sekunde", sagte Bobbe. „Bei der Pleiße sind es 20 Kubikmeter. Das ist das Zehnfache der sonstigen Mittelwasserführung." Aber auch diese Werte seien weit unter dem, was für die Messestadt als kritisch zu bezeichnen sei. Bisher mussten noch keine Wehre geöffnet werden. Auch die Talsperren im Südraum habe man noch nicht eingestaut.

Ein Grund zur Erleichterung sei das allerdings nicht, denn die Pegel steigen stetig. „Die Böden sind inzwischen gesättigt. Das Wasser, was jetzt vom Himmel kommt, fließt direkt ab", so Bobbe. „Wie sich die Lage in den kommenden Stunden entwickelt, hängt stark davon ab, was aus dem Erzgebirge, dem Thüringer Wald und dem Raum Meerane an Wasser zu uns fließt."

Antje Henselin-Rudolph

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