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Lokales Regenbogenfahnen wehen auf dem Uni-Campus und am Neuen Rathaus
Leipzig Lokales Regenbogenfahnen wehen auf dem Uni-Campus und am Neuen Rathaus
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21:27 08.07.2016
Zogen die Regenbogenfahne an der Uni hoch: Prorektor Thomas Hofsäss (l.), Rektorin Beate Schücking und Gleichstellungsbeauftragter Georg Teichert.   Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

An der Universität wehen erstmals die Regenbogenfahnen: Rektorin Beate Schücking sagte, die Uni stehe auch mit Blick auf unterschiedliche sexuelle Identitäten für Respekt, Toleranz und Gleichwertigkeit. An der Alma mater werde viel unternommen, um ein in jedweder Hinsicht „diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld“ zu schaffen. Nachdem das kunterbunte Banner am Campus aufgezogen war, signierte die Uni-Chefin die sogenannte Charta der Vielfalt. Institutionen und Firmen verpflichten sich darin zu einer Unternehmenskultur, bei der alle Mitarbeiter Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexueller Orientierung.

Als CDS-Botschafterin fungiert in Leipzig die Thomaskirchen-Pfarrerin Britta Taddiken, deren Grußwort in der Programmbroschüre ebenso abgedruckt ist, wie das des hiesigen US-Generalkonsuls Scott R. Riedman. „Gottseidank gibt es den CSD auch in Leipzig als bewährte Tradition“, schreibt Pfarrerin Taddiken. Der völkisch-nationale Rechtsrutsch in einigen osteuropäischen Nachbarländern und das abwertend-verächtliche Gerede auf den Pegida- und Legida-Kundgebungen betreffe insbesondere die Community der Lesben und Schwulen. Die Hemmschwelle, gleichgeschlechtlich liebende Menschen zu diskriminieren, sei deutlich gesunken. Verdeckte Diskriminierung gebe es auch im kirchlichen Bereich, „auch wenn das von leitenden Gremien zurückgewiesen wird“.

Fast 50 Seiten dick ist das CSD- Programmheft. Für den heutigen Sonnabend sind darin unter anderem ab 16 Uhr die „Lustspiele“ im Friedenspark mit Dildozielwerfen, Stöckelschuhwettlauf und Handtaschenweitwurf avisiert. Am Montag ist ab 18 Uhr in der Volkshochschule in der Löhrstraße 3 die Fotoschau „Europa stoppt die Homophobie“ zu sehen und um 19 Uhr steigt die Vernissage der Ausstellung „Homo Sensitivus“ im KUB in der Kantstraße 18. Podiumsgespräche, Workshops, Theaterstücke, Filmvorführungen – die Palette der Veranstaltungen ist breit gefächert. Krönender Abschluss wird der Prideball sein, der am 16. Juli ab 21 Uhr im Täubchenthal in Plagwitz steigt. Beworben wird das Event als größte Gay-Party des Jahres in Leipzig. Tickets kosten im Vorverkauf 12 Euro und an der Abendkasse 13 Euro.

Von Mario Beck

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