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Lokales Rekord bei Leipziger Bibliotheken – jetzt stellen sie sich auf wachsende Stadt ein
Leipzig Lokales Rekord bei Leipziger Bibliotheken – jetzt stellen sie sich auf wachsende Stadt ein
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18:28 19.02.2016
Besonders beliebt: die Kinderbibliothek. Ismene Lariki (26) liest dort ihrer Tochter Sonia (3) vor. Mittlerweile hat sich der Bereich regelrecht zum Treffpunkt für Leipziger Familien entwickelt. Daher wurde er jetzt auch vergrößert. Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig.

Mit fast fünf Millionen Entleihungen – 230 000 mehr als 2014 – haben die Leipziger Städtischen Bibliotheken ihr bislang bestes Jahresergebnis erzielt. Fast
1,1 Millionen Menschen kamen in die Stadtbibliothek, mehr als 3,7 Millionen Besuche gab es virtuell. Diese Steigerung ist sogar gegen den Trend in vielen anderen Bibliotheken Deutschlands.

„Investitionen der Vergangenheit haben sich gelohnt. Besonders die konti-nuierliche Erhöhung des Medienetats zahlt sich aus“, freut sich Kulturbürgermeister Michael Faber (parteilos). Im Vorjahr hatten die Städtischen Bibliotheken 908 700 Euro Erwerbsetat, 2013 waren es 858 700 Euro. Um die Attraktivität zu steigern, wurden teilweise die Öffnungszeiten verlängert. Dies wurde möglich, weil Bibliothekare durch den Einsatz neuer Technik wie der automatischen Verbuchung ein wenig entlastet werden konnten. Besonders gut kommt an, dass die Stadtbibliothek am Leuschnerplatz seit Jahresbeginn sonnabends bis 16 Uhr geöffnet ist (vorher
14 Uhr). So habe sich die Kinderbibliothek als Treffpunkt etabliert – und ist mit mehr Platz eine Oase für Familien geworden.

„Natürlich würde ich mir wünschen, dass wir eines Tages bis 20 Uhr öffnen“, sagt Susanne Metz, die Direktorin. Mehr sei mit dem gegenwärtigen Personal (122,4 Stellen im Haupthaus, in den
15 Zweigstellen und der Fahrbibliothek) derzeit aber nicht zu schultern. Um auf die Anforderungen der wachsenden Stadt zu reagieren, komme nun die Bibliotheksentwicklungskonzeption auf den Prüfstand. „Wir müssen uns fragen, ob die Stadtteilbibliotheken am richtigen Standort sind“, so Metz. Die Erfahrung: Besonders gut besucht sind die Bibliotheken, die „auf den Laufwegen“ in oder in Nähe von Einkaufszentren liegen. Neben Grünau – wo die drei Zweigstellen in ein Bildungszentrum integriert werden – soll es vor allem im Leipziger Osten eine bessere Lösung geben. Die Dependancen in Paunsdorf und Volkmarsdorf „schwächeln“ hingegen. Deshalb wird geprüft, eine Bibliothek beim Bau der Quartiersschule am Standort Ihmelstraße zu integrieren. „Ein kleiner Bücherbus, der vor allem an den Stadträndern eingesetzt wird, ist ebenfalls wünschenswert“, findet Faber. Festgeschrieben wird die Idee in der Entwicklungskonzeption 2016–2020, deren Entwurf gerade erarbeitet wird.

Kontinuierlich soll auch der Erwerbsetat steigen, um die Nachfrage besser bedienen zu können. Renner seien vor allem Kinder- und Jugendliteratur, Länderkunde, Sprachen sowie Ratgeber Gesundheit und E-Books. Auf besonders begehrte „elektronische Bücher“ müssen die Leipziger manchmal bis zu einem Jahr warten. Das ist aber kaum zu lösen. „Wir besitzen die E-Books nicht, sind nur Lizenznehmer. Und die Lizenzen sind begrenzt“, sagt Metz.

Neben der Buchmesse wirft auch der Bibliothekskongress vom 14. bis 17. März seine Schatten voraus. Dort wolle man sich zum Thema „Bibliotheksräume – real und digital“ austauschen. Metz: „Vielleicht gibt es neue Erkenntnisse, die für die Neueinrichtung der Bibliothek Plagwitz aufgegriffen werden können.“ Diese wird derzeit saniert – um Anfang 2017 in neuem Glanz wieder zu öffnen (die LVZ berichtete). Vorgesehen ist anschließend die Sanierung der Bibliothek Südvorstadt.

Mehr zum Thema im Video bei www.lvz.de

Von Mathias Orbeck

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