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Lokales Rekordbeteiligung beim Jugend-forscht-Wettstreit an der Leipziger Uni
Leipzig Lokales Rekordbeteiligung beim Jugend-forscht-Wettstreit an der Leipziger Uni
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00:29 01.03.2018
Tobias Hanf (links) und Jacob Lovis Vogler vom Rossbach-Schulzentrum gehören mit ihrem Tesla-Ventil zu den Siegern beim Regio-Ausscheid von Jugend forscht. Quelle: Foto: André Kempner
LEIPZIG

Der zum vierten Mal an der Leipziger Uni ausgerichtete Jugend-forscht-Regionalausscheid ist gestern mit einem Teilnehmerrekord über die Bühne gegangen. 78 Nachwuchstüftler aus Leipzig und Nordwestsachsen waren mit 52 Projekten bei dem Wettstreit junger Talente unter dem Titel „Spring“ im Neuen Augusteum auf dem Campus am Augustusplatz vertreten. Die Jury hatte die Qual der Wahl, als es um die Preisvergabe und die Nominierung der Besten zum sächsischen Landesfinale ging, das vom 22. bis 24. März im Leipziger BMW-Werk stattfindet. Anhand eines Kriterienkataloges bewerteten die Juroren die Exponate. Nicht nur die Originalität der Arbeiten und die Herangehensweise an Problemlösungen flossen in das Urteil ein, auch die Präsentation und die kritische Selbstreflexion der Schüler zu ihren wissenschaftlich-technischen Vorhaben wurden bepunktet.

Traditionell stark ging das Leipziger Wilhelm-Ostwald-Gymnasium ins Rennen, aber auch vom hiesigen Beruflichen Schulzentrum „Arwed Rossbach“ gab es eine hohe Starterzahl. „Auch von den freien Schulen verzeichnen wir einen immer größeren Zulauf“, freute sich Wettbewerbsleiterin Elke Katz.

Neugierde, Wissensdurst, Innovationsdrang und eine kulturelle Einlage: Bevor das Publikum gestern Nachmittag die Exponate inspizieren und mit ihren Machern fachsimpeln konnte, gab es erstmals eine Ouvertüre unter dem Motto „Musik trifft auf Forschergeist“, bei der der Oberstufenchor des Bischöflichen Maria-Montessori-Schulzentrums auftrat. Zu diesem Zeitpunkt wurden im Organisationsbüro schon die Urkunden für die Gewinner und Platzierten gedruckt und mit den Namen versehen, damit zur Siegerehrung ab 16.30 Uhr im Hörsaal 3 auch alles vorbereitet war. In den Kategorien Physik, Chemie, Biologie, Mathematik/Informatik, Arbeitswelt, Geo- und Raumwissenschaften sowie Technik konnte aufs Treppchen gestiegen werden, hinzu kamen diverse Sonderpreise.

Bei den Physikern setzten sich Tobias Hanf und Jacob Lovis Vogler vom Rossbach-Schulzentrum mit ihrem Tesla-Ventil durch. Die beiden bauten eine Versuchsanordnung nach dem Vorbild einer 1916 patentierten Erfindung des Elektro-ingenieurs Nikola Tesla. Das Ventil kommt ohne mechanische Teile aus und wird in der Mikrotechnik verwendet. „Wir haben es für den Makrobereich angepasst und seine Funktionalität untersucht“, erklärte Tobias. In der Disziplin Chemie holte Pascal Reeck vom Ostwald-Gymnasium den Titel für ein Verfahren, bei dem Nickelkörperchen mit einer zarten Goldschicht überzogen werden – per Ultrakurzpuls-Galvanisierung. „Nutzen lässt sich das für die Analyse von Molekülen und die Katalyse“, meinte Pascal, der den praktischen Teil des Nanotechnologie-Projektes am Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung absolvierte.

In der Biologie hatte Ostwald-Gymnasiast Jonas Rotter mit speziellen Untersuchungen zu transgenen Mäusen die Nase vorn, im Bereich Mathe/Informatik holte Felix Loos vom freien Gymnasium Borsdorf mit seinem Roboter mit künstlicher Intelligenz den Titel. Ein Trio vom Gymnasium Brandis konnte mit einem Projekt zur Verwertung von Maisspindeln den Sieg in der Kategorie Arbeitswelt einfahren. Und Lea Emmerich vom Ostwald-Gymnasium war im Bereich Technik mit einem bionischen Roboterkonzept erfolgreich.

Von Mario Beck

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