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Lokales Rekordverdächtige Temperatur: Leipzig erlebt wärmsten Märztag
Leipzig Lokales Rekordverdächtige Temperatur: Leipzig erlebt wärmsten Märztag
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19:01 31.03.2017
Die ganze Woche über nutzten Sonnenanbeter das schöne Wetter in den Leipziger Parks.  Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

 Lange ist es noch nicht her, dass Schal und Mütze bei jedem Gang vor die Tür zur Grundausstattung gehörten. Doch das Wetter hat sich komplett gedreht. Sonnenbrille, Sandalen und T-Shirt erobern – zumindest vorerst – Leipzigs Straßen und Parks zurück. Die Meteorologen schielten ob des schönen Wetters sogar auf einen Uralt-Rekord: Vor fast 50 Jahren, genauer gesagt 1968, schoss das Quecksilber in Mitteldeutschland Ende März ähnlich stark in die Höhe, in Leipzig sogar auf 24,5 Grad. „Dieser Temperatur nähern wir uns heute im Stadtgebiet wieder an“, sagt Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst. Zu verdanken sei das sommerliche Wetter dem aktuellen Hochdruckgebiet, das sich zwar langsam nach Osteuropa schiebt, an dessen Rückseite jedoch warme Luft von Mitteleuropa in die Region strömt. Am Ende wurde der Rekord nur knapp verfehlt: 23,6 Grad Celsius. Normal wären übrigens zehn bis elf Grad.

Wetterumschwung steht bevor

„Lange bleibt das jedoch nicht so“, kündigt Hain an, „der Samstag wird zwar insgesamt noch mal sehr freundlich, aber die zunehmende Bewölkung im Laufe des Tages ist schon ein erster Vorbote für den kommenden Wetterumschwung“. Im Laufe der Woche soll es immer kühler werden: „Die Temperaturen fallen dann Tag für Tag, sodass Mitte der Woche nur noch etwa 15 Grad erreicht werden.“ Hain warnt: „Autofahrer müssen sich am Morgen auch wieder auf vereiste Scheiben einstellen.“ Wichtig sei es außerdem, temperaturempfindliche Pflanzen, die schon in den Garten oder auf den Balkon geräumt wurden, wieder ins Warme zu holen.

Kein Problem für heimische Flora und Fauna

Für die heimische Flora und Fauna seien die schwankenden Temperaturen hingegen kein Problem. „Dieses Auf und Ab ist für die Jahreszeit ganz normal“, erklärt der Meteorologe, „Tiere und Pflanzen, die hierhergehören, sind daran gewöhnt.“ Bis in den April hinein seien auch kältere Abschnitte mit Frost und Schneefall noch nichts Ungewöhnliches: „In dieser Zeit kämpfen nun mal dauerhaft zwei unterschiedliche Luftmassen – kalte aus dem Norden und warme aus dem Süden – um die Vorherrschaft.“

Von Anton Zirk

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