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Rettung für den Anker: Stadtrat bewilligt 1,8 Millionen Euro für Sanierung des Saalgebäudes

Rettung für den Anker: Stadtrat bewilligt 1,8 Millionen Euro für Sanierung des Saalgebäudes

Die Sanierung des Ankers ist eine Geschichte der bösen Überraschungen. Bröckelnde Säulen, Risse im Mauerwerk des Saalgebäudes und marode Holzkonstruktionen machten 2014 die Sperrung unumgänglich.

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Das Kulturzentrum Anker eingerüstet

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Jetzt hat der Stadtrat rund 1,8 Millionen Euro für die Rettung des Ensembles bewilligt. Damit wurde ein Abbruch der Bauarbeiten und die Rückzahlung von Fördermitteln verhindert.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme, die dem Nordwesten Leipzigs das soziokulturelle Zentrum und einen über Jahrzehnte gewachsenen Veranstaltungsort erhalten soll, liegen derzeit bei 5,2 Millionen Euro. Die Kommune muss davon einen Eigenanteil von 3,7 Millionen Euro stemmen, für den Rest sollen Fördermittel fließen.

SPD-Fraktionsvize Ingrid Klöckner fühlte sich durch die Kostenexplosion "getäuscht" und kritisierte die Bauvorbereitung durch die Stadt. "Dass der Anker als Stadtteilzentrum sehr wichtig für den Nordwesten ist, steht außer Frage", sagte sie. Aber wenn die Finanzhilfen nicht genehmigt werde, müsse die Stadt schlimmstenfalls 4,55 Millionen Euro selbst tragen. In einem ersten Ratsbeschluss war noch von rund einer Million Euro die Rede.

René Hobusch von der FDP zeigte angesichts der neuen Summen kein Verständnis für Sentimentalitäten. Erinnerungen allein seien kein Grund, um den Anker um jeden Preis zu erhalten.

Neu bauen würde teurer

"Es ist immer schwierig, an dieser Stelle um Geld zu bitten", so Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos). Sie erklärte, warum sich die Verwaltung trotzdem für die Sanierung des kompletten Ensembles samt Neubau Wolffstraße 2 und Küchenriegel sowie Abbruch und Neubau des Vorderhauses inklusive Erhaltung des Veranstaltungssaales einsetzt.

Sowohl ein Totalabriss des Anker als auch ein Abbruch des Saales würden dazu führen, dass die Stadt Fördermittel zurückzahlen müsste. "Am Ende haben wir dann nur ein leeres Feld." Für die Versorgung des Nordwestens mit soziokulturellen Angeboten, die der Verein Stadtteilzentrum Anker anbietet, müsste die Stadt trotzdem zum Teil neu bauen. Dafür würden sogar noch Mehrkosten in Höhe von 370.000 Euro fällig.

Und der Anker sei nun einmal gerade so wichtig für die Stadt, weil viele Leipziger Emotionen mit den Konzerten und Veranstaltungen verbinden. Dubrau: "Da steckt sehr viel Herzblut drin."

Mit großer Mehrheit stimmten die Abgeordneten schließlich den Mehrausgaben zu. Läuft diesmal alles nach Plan bei der Rekonstruktion der Gebäude aus dem Jahr 1873, könnten Ende Februar 2016 die Bauarbeiten an dem Saalgebäude starten.

Evelyn ter Vehn

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