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Lokales Reudnitzer Sozialcampus: Warten aufs grüne Licht
Leipzig Lokales Reudnitzer Sozialcampus: Warten aufs grüne Licht
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08:00 14.03.2016
Reif für den Teilabriss: die Ruine des ehemaligen Paul-Lange-Heimes an der Riebeckstraße. Bis auf den denkmalgeschützten Bereich links soll der gesamte Komplex dem Neubau des Campus Lorenzo weichen – sofern der Grundstücksverkehrsausschuss des Stadtrates dem Verkauf des kompletten Areals an diesem Montag zustimmt. Quelle: Foto: André Kempner
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Zum zweiten Mal innerhalb eines knappen Jahres behandelt der Grundstücksverkehrsausschuss die Veräußerung der Immobilien Riebeckstraße 37-43 und 45, Witzgallstraße 18, Stötteritzer Straße 43 sowie angrenzender Freiflächen. Bereits am Freitagabend saßen die Campus-Initiatoren zusammen, um über die nächsten Schritte der Wiederbelebung jener Häuserzeile zu beraten, die bis in die Neunzigerjahre hinein das Paul-Lange-Heim war – eine Außenstelle des Städtischen Altenpflegeheimes Martin Andersen Nexö. Doch alles Planen wäre Schall und Rauch, würden die gewählten Volksvertreter im Ausschuss dem Vorhaben ihren Segen versagen. Weshalb die Lorenzo-Akteure am Sonntag einige Stoßgebete zum Himmel geschickt haben dürften.

Wie berichtet, umfasst das ökumenische Projekt eine neue Kindertagesstätte, eine Einrichtung der stationären Jugendhilfe, Schule und Wohnheim für die Auszubildenden der Johanniter-Akademie sowie ein Betreutes Wohnen. Ferner sollen in dem Gebäudekomplex der Zukunft, für den der Investor rund 25 Millionen Euro auf den Tisch legt, Flüchtlinge und sogenannte unbegleitete Minderjährige aus Krisengebieten untergebracht werden. Darauf hatte die Stadt in den vorangegangenen Kaufvertragsverhandlungen gedrungen.

Sollte nun dieser 14. März 2016 für die Partner aus Kirche, Wohlfahrt und Wohnungswirtschaft ein schöner Tag werden und die Veräußerung der Grundstücke durch die Kommune noch im April juristisch unter Dach und Fach sein, will Basis d unverzüglich den Bauantrag für die Caritas-Kita an der Witzgallstraße einreichen. Zwischen Herbst 2016 und Frühjahr 2018 könnte die Tagesstätte dann hochgezogen werden. Zugleich würde das unter Denkmalschutz stehende Eckhaus in der Riebeckstraße/Witzgallstraße saniert. Ab Juni 2017, so sehen es die Überlegungen des Investors vor, wären der Bau einer Campus-Tiefgarage und die Errichtung der neuen Johanniter-Schule an der Reihe.

Die Entwurfsplanung für die Kindertagesstätte mit Platz für 102 Mädchen und Jungen ist jedenfalls abgeschlossen „und sowohl mit dem Caritasverband Leipzig als Träger als auch mit dem Jugendamt und der Stadt Leipzig abgestimmt“, heißt es bei Basis d. Voraussetzung für die Umsetzung sei allerdings ein Grundstückstausch mit der katholischen Gemeinde, denn die Kita soll in deren bisherigem Pfarrgarten entstehen. Der Investor will an der Stötteritzer Straße ein adäquates Ersatzgrundstück herrichten und der Pfarrei dann überschreiben. „Die Zustimmung des Bistums Dresden-Meißen liegt bereits vor, die konkreten Vertragsbedingungen wurden mit der Baukommission der Gemeinde ausgehandelt“, lautet die frohe Botschaft des Investors. Der an diesem Montag seinerseits auf eine gute Nachricht hofft – eine aus dem Grundstücksverkehrsausschuss.

Von Dominic Welters

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