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Lokales Richtfest und Eröffnung - mit Leipzigs Kitas geht es voran
Leipzig Lokales Richtfest und Eröffnung - mit Leipzigs Kitas geht es voran
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Kita Hildegardstraße: Kita-Leiter Daniel Kemp spielt mit Kindern aus 23 Nationen im Garten. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die Richtkrone an der neuen Kindertagesstätte in der Connewitzer Gustav-Freytag-Straße hängt. Und zeigt, dass es vorangeht. „Das liegt mir sehr am Herzen, da die Nachfrage nach Kitaplätzen im Leipziger Süden am größten ist“, sagte Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD). Die Kita öffnet im Frühjahr 2016 und wird eine große Entspannung im Süden bringen. In einigen anderen Stadtteilen gibt es die inzwischen. „Bei den über Dreijährigen haben wir mittlerweile freie Plätze in Leipzig“, so der Bürgermeister. Während es bei Krippenplätzen noch kritisch aussieht, können Tagesmütter und -väter ebenfalls noch kleine Kinder aufnehmen.

Die integrative Kita für 180 Kinder in der Gustav-Freytag-Straße 31 ist ohnehin etwas Besonderes. Bauherr ist die Leipzig-Stiftung, die die Kosten von gut 2,8 Millionen Euro aus ihrem Vermögen finanziert und ohne Fördermittel von Bund, Land und der Stadt Leipzig auskommt. „Bei der gesamten Investition handelt es sich um ein Mission investing“, erklärt Vorstand Christoph v. Berg. Was heißt: Die Stiftung trägt nicht nur die Investitionskosten, sondern stellt künftige Einnahmen aus Mieten für soziale Zwecke der Stiftung zur Verfügung.

Das zweigeschossige Gebäude wurde übrigens vom Architektenbüro Fuchshuber entworfen. Neben den Gruppenräumen entstehen Mehrzweckräume, Kinderküche, ein Projekt- und ein Therapieraum. Betreiber der Kita wird das Berufsbildungswerk Leipzig (BBW), das nebenan eine weitere Kita baut. Beide teilen sich künftig den Garten unter alten Bäumen, die das Bauen derzeit eher erschweren.

Bereits eröffnet ist seit Anfang Juli die integrative Kita Hildegardstraße, die etwa 180 Kindern einen Platz bietet. Träger ist die Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH. „Wir haben uns bewusst für den Standort im Osten Leipzigs entschieden und möchten ein verbindendes Element für die verschiedenen Familien sein, die hier leben“, so Outlaw-Geschäftsführer Ralf Evers. So gibt es ein Elterncafé, in dem die Familien Kontakte knüpfen können.

Ein Schwerpunkt ist die Sprachförderung und ein Mehrgenerationenkonzept, das mit dem gegenüberliegenden Seniorenheim geplant ist. Voraussichtlich im Oktober 2015 eröffnet Outlaw eine weitere Kita im Leipziger Osten: Die Kita Lutherstraße bietet dann Platz für weitere 60 Krippen- und 120 Kindergartenkinder.

Zum Jahreswechsel folgt dann die Kita Blumenstraße mit rund 88 Krippen- und Kindergartenplätzen. In jenen Neubau in Gohlis ziehen die Steppkes der Kita Coppistraße, die mit ihren Erziehern schon mal den Umzug innerhalb des Stadtteils ein wenig proben. „Wir wollen den Kindern einen möglichst gelungenen Umzug und einen fließenden Neustart in der neuen Einrichtung ermöglichen“, so Mandy Kanne, Outlaw-Bereichsleiterin Kita & More.

Das neue Haus – ein vom Architekten Uwe Giersdorff entworfener Lückenbau zwischen zwei Stadthäusern – bietet deutlich mehr Platz. „Wir planen unter anderem eine moderne Spielterrasse zum Gärtnern und Werkeln“, verrät Kanne. Baustart der integrativen Einrichtung war vor wenigen Wochen. Der Bau soll Ende 2015, spätestens Anfang 2016 fertig sein. Anmeldungen nimmt Outlaw nach den Sommerferien entgegen.

Eröffnet worden ist am Donnerstag auch die integrative Kita für 175 Kinder in der Schönefelder Bästleinstraße 4, die der Verein Herbie betreibt, der sie als Familienzentrum etablieren will. Investor ist die Dohle Handelsgesellschaft Leipzig KG. Baukosten: 2,5 Millionen Euro. Auch dort sind noch Plätze frei.

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