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Lokales Richtkrone schwebt über neuem Hort des Forum Thomanum
Leipzig Lokales Richtkrone schwebt über neuem Hort des Forum Thomanum
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00:31 21.12.2015
Prost auf gutes Gelingen: Rolf Ahrendt beim Richtfest vor dem künftigen Hort des Forum Thomanum.  Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Ein Regenguss hat das Richtfest für den Hort des Bildungscampus Forum Thomanum zwar etwas verkürzt: „Der Regen ist aber ein deutliches Zeichen für den Segen. Auf diesem Humus entsteht etwas Besonderes“, sagte Christian Wolff, der Vorsitzende des Vereins Forum Thomanum. Das Forum Thomanum ist ein international ausgerichteter Bildungscampus rund um die Thomasschule, der Kindern vom Kindergarten bis zum Abitur eine musische Ausbildung ermöglichen soll.

Nun wird das ehemalige Gemeindehaus in der Schreberstraße 5 in einen Hort umfunktioniert. Für die neue Grundschule, die nebenan wächst – zumindest Bodenplatte und Unterkellerung sind inzwischen fertig. „Bis spätestens Februar 2017 soll der Komplex bezugsfertig sein“, sagte Geschäftsführer Rolf Ahrendt von der gemeinnützigen Forum Thomanum Schulen GmbH am Freitag. Er wünschte dem Bau „Gottes Segen“ gleich in Deutsch, Englisch und Italienisch. Das sind die Sprachen, die im Schul- und Hortalltag der Grundschule integriert sind. Diese ist mit ihren 125 Mädchen und Jungen momentan im Interim Jörgen-Schmidtchen-Weg in Gohlis-Nord beheimatet. Dabei wird mit Musik, Sprache, Religion in drei Profilen unterrichtet. Musiktheorie, Stimmbildung, Musiktheater oder auf Wunsch individueller Instrumentalunterricht sind Bestandteil der Ausbildung. Die Schule wurde 2010 in privater Trägerschaft gegründet, um Nachwuchs für den Thomanerchor zu fördern. Geplant ist, dass sie nach dem Umzug 200 Kinder aufnehmen kann. Bis dahin haben die Bauleute aber noch einiges zu tun. Das ehemalige Gemeindehaus wird unter Leitung des Architekturbüro Weis & Volkmann modernisiert.

„Es ist eine Sanierung mit vielen Umbauten“, erklärte Architektin Gabriele Weis. Notwendig ist vor allem eine statische Ertüchtigung, weil im alten Haus das Dachgeschoss ausgebaut wird. Es entsteht auch ein kleiner Veranstaltungsraum, in dem Konzerte stattfinden können. Für größere Veranstaltungen und Gottesdienste wird die Lutherkirche genutzt, die bis zum Reformationsjubiläum 2017 für gut sechs Millionen Euro ebenfalls saniert sein soll. Davon müssen drei Millionen Euro über Spenden aufgebracht werden (die LVZ berichtete). Die Kosten für die Sanierung des Gemeindehauses werden mit 2,5 Millionen Euro angegeben. Dabei wird das Projekt vom Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung mit 450000 Euro gefördert.

„Wir haben auch noch große Pläne mit unserer musicaccademia“, erklärte Arendt. Das wird eine Begegnungsstätte für nationale und internationale Gäste, die das musikalische Erbe Bachs und die Musikstadt Leipzig kennen lernen und entdecken möchten. Zu diesem Zweck wird künftig auf dem Areal Schreberstraße 8-12 ein weiteres Gebäude entstehen, in dem Gäste auch übernachten können. Das Projekt befindet sich in der Planungsphase. Auch seinen Kindergarten will der Verein erweitern, da die Nachfrage nach freien Plätzen riesig ist.

Von Mathias Orbeck

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