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Lokales Riesige Wiedersehensparty lockt Ex-Schüler und -Lehrer nach Neu-Lindenau
Leipzig Lokales Riesige Wiedersehensparty lockt Ex-Schüler und -Lehrer nach Neu-Lindenau
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09:28 18.09.2017
Nicht nur OBM Burkhard Jung kam zum Schultreffen 2017 der 46. und 146. POS Leipzig auf Simsons Mopeds auf den Schulhof gefahren. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Mega-Schultreffen geht in die nächste Runde: Eine riesige Wiedersehensparty feierten rund 2000 Ex-Schüler und -Lehrer der 46. und 146. POS am Sonnabend auf dem Hof ihrer alten Schule an der Saalfelder Straße.

Mega-Schultreffen geht in die nächste Runde: Eine riesige Wiedersehensparty feierten rund 2000 Ex-Schüler und -Lehrer der 46. und 146. POS am Sonnabend auf dem Hof ihrer alten Schule an der Saalfelder Straße.

Schon die Premiere vor zehn Jahren sorgte für Aufsehen. Damals trafen sich knapp 2300 Ehemalige auf dem Pausenhof der heutigen 46. Grundschule in Neu-Lindenau. Organisiert wurde Leipzigs größte Schulhofparty auch diesmal wieder von Michael Lange (51) und Jörg Zeisler (52) vom Abschlussjahrgang 1982.

Zur Zweitauflage kamen die beiden allerdings nicht per pedes durch das Schulhoftor, sondern mit knatternden Mopeds. Auf rotem Simson-Roller mittendrin: Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Auch wenn er kein Lindenauer Schüler gewesen sei, die Idee des Treffens habe ihn begeistert.

Mit Simson auf den Schulhof

Begeistert von den Kult-Fahrzeugen waren vor über 30 Jahren auch Michael und Jörg. „Eigentlich wohnten wir im Dunckerviertel ja quasi um die Ecke. Aber was für ein Gefühl, mit dem Moped vorzufahren. Zusammengespart haben wir es uns durch Jugendweihgeschenke und Ferienjobs. Das Statussymbol schaffte Vorteile bei den Mädchen. Wer ein Moped hatte, hatte auch eine Jugendliebe“, so Michael und Jörg.

Die ehemaligen Schüler sind ein Leben lang beste Freunde geblieben. Um ein gutes Miteinander aller gehe es ihnen auch jetzt. „Uns ist es wichtig, dass heute viele Jahrgänge zusammenkommen. Leute, die sich viele Jahre nicht gesehen haben. Denn nicht alle organisieren Klassentreffen.“

Zu jenen, die sich aufeinander gefreut haben, gehören auch Petra Wiedemann, Birgit Wachsmuth, Uwe Geißler und andere Ehemalige aus der 10 c (Abschlussjahrgang 1979). Und auch diesmal nicht zu überhören: Uwe Arendts. Der Lümmel aus der ersten Bank musste manchmal in der Ecke stehen. „Die Lehrer haben eben meinen Tatendrang nicht verstanden“, resümiert der Lausbub von einst.

Gute Erinnerungen an die Penne

„Es gab immer was zu lachen mit ihm“, erinnern sich seine früheren Mitschüler. „Kecke Sprüche hatte Uwe drauf. Was wir uns nicht trauten, hat er gesagt. Aber respektiert wurden die Lehrer schon.“ Stark war auf jeden Fall der Zusammenhalt in der Klasse. „Als unsere Schule in die 46. und 146. Schule geteilt wurde, haben wir gekämpft, damit wir zusammenbleiben“, so Petra. „Mit Erfolg: Wir haben das C behalten. Es hat uns von der ersten bis zur zehnten Klasse begleitet.“

Gute Erinnerungen an ihre alte Penne hat auch Birgit – so gute, dass sie in unmittelbare Nähe gezogen ist. „Ich habe einen Balkonblick auf den Schulhof.“ Letzteres hat Lutz Brose (Abschluss-Jahrgang 1973) zwar nicht. Aber im Nachhinein denkt der Probstheidaer gern an seine Schulzeit zurück: „Erst war ich froh, als ich raus war. Jetzt weiß ich, es war einer meiner schönsten Lebensabschnitte, der unbekümmertste.“

Gern ist auch Ingeburg Steinbach in die Schule an der Saalfelder Straße gegangen. „Mein Mann Hans und meine Tochter Gudrun haben ebenfalls hier gelernt.“ Gudrun wurde später Lehrerin.“ Mutter Ingeburg gehörte beim Mega-Schultreffen zu den ältesten Teilnehmern: „Ich werde im Dezember 91.“

Spezielles Gebäck: „Lerche-Schultreffen“

Fast genau so viele Jahre zählt Mathelehrer Richard Wolff. „Manchmal habe ich über 40 Schüler in einer Klasse unterrichtet“, erinnert sich der 89-Jährige.

Nicht zu übersehen bei der Mega-Party am Sonnabend: Weiße Bäckermützen und ein Mädchen in historischer Tracht: Melanie Künzel. Die 13-Jährige gehörte als Lerchen-Mädchen zum Stand von Bäckermeister Jürgen Kleinert. Er und seine drei Kinder gingen natürlich auch auf die 46./146. POS. Gemeinsam mit Tochter Anja hatte sich der Fachmann um die „Leipziger Lerche“ verdient gemacht.

Eigens für die Wiedersehensparty kreierte die Handwerksbäckerei eine ganz spezielles Kleingebäck: Die „Lerche-Schultreffen“. Mit dem wichtigen Vermerk: „Vorsicht enthält ein wenig Alkohol“. Da konnte die Stimmung doch nur noch ausgelassener werden. Kein Wunder – wenn sich die nettesten und fröhlichsten Klassenkameraden und Lehrer treffen.

Ingrid Hildebrandt

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