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Lokales Ring-Messehaus in Leipzig fast abgerissen – aber neues Travel24-Hotel öffnet später
Leipzig Lokales Ring-Messehaus in Leipzig fast abgerissen – aber neues Travel24-Hotel öffnet später
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19:09 16.08.2013
Es dauert noch bis Ende 2014 - dann sollen im ehemaligen Ring-Messehaus Hotelgäste übernachten können. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Ende 2014 – und damit etwa ein Jahr später als ursprünglich geplant – will die Leipziger Firma Travel24 hier ein Hotel mit 170 Zimmern eröffnen. Es wäre die erste von 25 geplanten Herbergen der neuen Budget-Design-Kette in Deutschland.

Fotos von der Baustelle:

Leipzig. Die historische Fassade am Tröndlinring ist mit einem großen Werbeplakat verhüllt – dahinter ist vom einstigen Ring-Messehaus nicht mehr viel übrig. Abrissbagger haben in den vergangenen Monaten die riesigen, an das Hauptgebäude angegliederten Messehallen komplett dem Erdboden gleichgemacht. Ende 2014 – und damit etwa ein Jahr später als ursprünglich geplant – soll hier ein Hotel öffnen.

Das „T“ ist inzwischen verschwunden: So wie die Form des Buchstabens sah das Ring-Messehaus aus der Luft gesehen aus, bis die Abrissbagger im vergangenen Dezember neben dem Fürstenhof anrückten. Schlauchförmig hatten sich die etwa 100 Meter langen Messehallen an das siebenstöckige Gebäude angeschlossen. Stehen geblieben sind davon nur noch zwei alte Treppenhäuser.

Travel 24 investiert zehn Millionen Euro für historischen Wiederaufbau

„Sie sind noch für die Stabilität des Hauptgebäudes wichtig“, erklärt Ralf Dräger, Hotel-Projektleiter von Travel24, bei einem exklusiven Baustellen-Rundgang mit LVZ-Online am Freitag. „Ansonsten würde das gesamte Gebäude in sich zusammenfallen.“ Sobald der Kopfbau aus den 1920er-Jahren mit Stützpfeilern stabilisiert ist, sollen auch sie der Abrissbirne zum Opfer fallen.

Rund zehn Millionen Euro investiert das Unternehmen Travel24, an dem auch Unister beteiligt ist, in den Wiederaufbau des Gebäudes. Im hinteren Teil soll ein neuer Gebäudekomplex mit mehreren abgestuften Etagen entstehen. Das Haupthaus wird dagegen nach strengen Denkmalschutz-Vorgaben saniert. „Fassade, Fenster, Säulen oder Ziegel – alles wird wieder wie im Original“, verspricht Dräger. Auch das an allen Seiten abgeschrägte Walmdach soll nach historischem Vorbild rekonstruiert werden.

Verbogene Stahlträger durch Bombeneinschläge

Der Abriss gestaltete sich jedoch deutlich aufwändiger als geplant – und hatte erhebliche Verzögerungen zur Folge. Immer wieder stießen die Abrissarbeiter auf unerwartete Überraschungen. „Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde alles verbaut, was man finden konnte“, schildert Dräger. So wurde das Gebäude teilweise von maroden Stahlträgern zusammengehalten – sie verbogen sich durch die große Hitze nach Bombeneinschlägen und wurden später einfach übermauert.

Frühestens im kommenden Jahr kann nun erst mit dem Neubau begonnen werden. Nach ursprünglichen Plänen sollten zu dieser Zeit schon die ersten Gäste für 59 Euro pro Zimmer und Nacht in der Zwei-Sterne-Herberge übernachten – so verspricht es das Plakat an der Gebäudefront. „Wir hoffen, noch vor dem Weihnachtsmarkt 2014 Eröffnung feiern zu können“, so Dräger.

Robert Nößler

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