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Lokales Ringen um Busbahnhof in Leipzig: Kommune prüft „erfolgversprechende“ Investoridee
Leipzig Lokales Ringen um Busbahnhof in Leipzig: Kommune prüft „erfolgversprechende“ Investoridee
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14:28 04.12.2014
Fernbus-Haltestelle der Goethestraße in Leipzig Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Auch, weil dafür keine Mittel im zu beschließenden Doppelhaushalt vorhanden seien. Allerdings gebe es Ideen eines Privatinvestors, die in dieser Frage Abhilfe schaffen könnten. Am kommenden Dienstag soll das Projekt im entsprechenden Fachausschuss den Leipziger Ratsmitgliedern vorgestellt werden.

Wie es in einem Schreiben aus dem Dezernat von Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) heißt, sei die Absicht des Investors, auf einer Fläche an der östlichen Bahnhofseite ein neues Hotel zu errichten zu wollen, „derzeit die einzig erfolgversprechende Variante“. Am Erdgeschoss der Herberge bestünde die Möglichkeit, etwa 15 Bussteige zum Ein- und Ausstieg von Fahrgästen für Fern- und Reisebusse mit entsprechender Infrastruktur für den Reisebedarf und Fahrgastinformationen vorzusehen, heißt es weiter im Papier. Darüber hinaus könnte etwas abgelegener auch ein Busparkplatz geschaffen werden, der für längere Ruhepausen der Fahrer und zum Abstellen der Busse benötigt werde. „Seitens der Stadt Leipzig wird diese Projektidee grundsätzlich unterstützt“, heißt es aus dem Neuen Rathaus.

Wann frühestens mit dem Bau von Hotel und Bussteigen begonnen werden könnte, ist bisher noch unklar. Auch weiterführende Informationen zum Bauprojekt waren am Donnerstag nicht zu erfahren. „Solange der Investor nicht selbst damit an die Öffentlichkeit möchte, werden wir dazu auch nichts preisgeben“, sagte Torben Heinemann, Abteilungsleiter im Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA), gegenüber LVZ-Online.

Zeitnahe Verbesserungen der Situation in der Goethestraße

Gleichwohl sei der Stadt Leipzig bekannt, dass die aktuelle Situation für Fernbusse und deren Nutzer in der Goethestraße problematisch ist. Zeitnah sollen deshalb auch verschiedene bauliche Veränderungen am aktuellen Fernbusein- und ausstieg geprüft werden. Im Zuge der Umgestaltung der Grünfläche am „Schwanenteich“, könnten beispielsweise neue Warteflächen „mit Aufenthaltsqualität im Park“ entstehen. Auch sei es denkbar, den Gleisbereich auf der Goethestraße für den Autoverkehr freizugeben, um somit Platz für zusätzliche Be- und Entladeflächen für die Fernbusunternehmen schaffen zu können.

Der Einrichtung von personalisierten Haltepunkten für jedes Fernbusunternehmen mit entsprechender Ausschilderung entlang der Goethestraße, wie es die Linksfraktion angeregt hat, erteilte die Kommune dagegen eine klare Absage. Die Unternehmen könnten aber ihre Fahrpläne in den bestehenden Informationskästen im Fahrgastunterstand platzieren, dafür sollen auf Anfrage Zugangsschlüssel erteilt werden. Entsprechende Anträge sollen den Unternehmen demnächst zugehen, hieß es weiter.

Matthias Puppe

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