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Lokales Rosette aus Kalkstein und Glas – Riesen-Fenster am Leipziger Uni-Campus nimmt Gestalt an
Leipzig Lokales Rosette aus Kalkstein und Glas – Riesen-Fenster am Leipziger Uni-Campus nimmt Gestalt an
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16:13 19.07.2010
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Leipzig

Nachdem bereits vor knapp zwei Wochen ein Metallrahmen für das gotische Rundfenster angebracht wurde, baut eine Spezialfirma derzeit ein weißes Steinmaßwerk aus spanischem Kalkstein ein. Am Montag lud der Bauherr, der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), zu einer Besichtigung in 25 Meter Höhe ein – mit interessanten Einblicken.

„Man kann mittlerweile erkennen, wie sich das Rosettenfenster künftig zum Augustusplatz hin präsentieren wird“, erklärte Emmerich Seibel, SIB-Bereichsleiter Planen und Bauen. Unter dem Metallrahmen mit einem Durchmesser von 3,50 Meter wurde bereits eine lichtstreuende Dreifach-Isolierverglasung eingebaut. „Darauf wird jetzt mit etwas Abstand das steinerne Maßwerk befestigt. Die Montagearbeiten hierfür haben letzte Woche begonnen und sind schon weit fortgeschritten“, so Seibel.

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Insgesamt investiert der Freistaat Sachsen rund 350.000 Euro für den Bau des Fensters, der von der Firma Fuchs und Girke aus Ottendorf-Okrilla durchgeführt wird. Die Kosten für den gesamten Campus-Neubau betragen mehr als 200 Millionen Euro.

Das Rosettenfenster gab es in ähnlicher Form bereits in der 1968 gesprengten Universitätskirche Sankt Pauli am Augustusplatz. Der Neubau soll daran erinnern – daher ist auch das Fenster in seiner Geometrie stark an das Original angelehnt. „Es ist aber kein Nachbau, sondern eine Neuinterpretation mit den gleichen Abmessungen, aber mit einer anderen Technik, die dahinter steckt“, so Seibel. Vor allem das Fenster könnte als eines der zentralen Gestaltungselemente der Fassade die Erinnerungen an die Kirche wachhalten.

Innenausbau des Paulinums ruht bereits seit Monaten

Im Oktober sollen die Arbeiten an dem Fenster abgeschlossen sein. Ziel sei es, das gesamte Gebäude zum Wintersemester 2011/2012 an die Universität zu übergeben, so Seibel. Bis dahin sollen die Obergeschosse des Paulinums, das Auditorium Maximum (Audimax), das Neue Augusteum und die dort untergebrachten Teile des Rechenzentrums fertiggestellt sein.

Wann die Arbeiten an der Aula des Paulinums beendet sein werden, ist laut SIB jedoch noch offen. Der Innenausbau ruht dort bereits seit Monaten. Nach der Insolvenz des Büros von Architekt Erick van Egeraat Anfang 2009 hatte es juristische Auseinandersetzungen um die Gestaltung des Kirchenbaus und eine Verletzung seines Urheberrechts gegeben. Im März einigten sich der Freistaat Sachsen und der Niederländer schließlich auf eine Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit. „Herr Eggerat hat die Planung wieder neu übernommen. Alle Arbeiten müssen daher neu koordiniert werden“, so Seibel.

Ursprünglich sollte das Paulinum bereits zum 600-jährigen Jubiläum der Universität am 2. Dezember 2009 eingeweiht werden. Nach derzeitigem Stand wird der Aula-Kirchen-Bau aufgrund der Bauverzögerungen wahrscheinlich nicht vor 2012 nutzbar sein.

Robert Nößler

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