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Lokales Rudolph Sack kehrt an alte Wirkungsstätte zurück
Leipzig Lokales Rudolph Sack kehrt an alte Wirkungsstätte zurück
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07:02 27.08.2018
Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke zeigt mit dem BBG-Gesandten Thomas Vogler und Sack-Urenkelin Juliane Gohla (v.l.) die sanierte Büste von Rudolph Sack. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

„Willkommen Zuhause, Rudolph!“ Thomas Vogler als Gesandter von Amazone/BBG Leipzig begrüßte am Samstag die frisch sanierte Büste aus weißem Marmor wie einen guten Freund. Kein Wunder: Der darauf dargestellte Rudolph Sack gründete vor mehr als 150 Jahren den Vorgängerbetrieb.

In der VDI-Garage in der Karl-Heine-Straße 97 fand das von Adolf Lehnert 1906 gestaltete Denkmal nun seine neue Heimstatt. Im Rahmen der sechsten Tage der Industriekultur war die Büste, die kurz nach der Wende auf dem Sackschen Anwesen, der heutigen Robert-Koch-Klinik, in der Erde verbuddelt gefunden worden war, auf Kosten der Stadt vom Bildhauer Markus Gläser saniert und jetzt im Technologiezentrum Garage aufgestellt worden.

Das 1912/13 errichtete Gebäude zählte zu dem bis zu elf Hektar großen Gelände der Firma von Rudolf Sack, die unter seinem Sohn zu Deutschlands größtem Hersteller von Bodenbearbeitungsgeräten aufstieg. Allein von Sacks Universalpflug wurden weltweit mehr als zwei Millionen Stück verkauft. Nach der Verstaatlichung zu DDR-Zeiten begann kurz nach der Wende stark verkleinert und mit einem neuen Inhaber der Wiederaufbau und der Umzug auf das neue Gelände an den Weidenweg in Großzschocher. Nach Voglers Worten arbeiten dort heute knapp 400 Beschäftigte.

Leipzigs Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke würdigte Rudolph Sack im Beisein seiner Urenkel Juliane Gohla und Wieland Sack als Industriepionier, der damals losgelegt habe, ohne groß nach Fördermitteln zu fragen. Die von ihm mitaufgebaute starke Industriekultur Leipzigs sei an vielen Stellen noch heute spür- und erlebbar. Jennicke erinnerte dabei auch an aktuelle Entwicklungen wie etwa bei Halberg Guss. Heute gelte es, bei der industriellen Entwicklung eine gute Balance zu finden auch zu Natur und Umwelt.

Für die VDI-Garage freute sich Geschäftsführerin Angelika Träger-Nestler über die Büste und den Pioniergeist, den sie ausstrahle. Jährlich besuchten etwa 80 000 Kinder und Jugendliche die Einrichtung, könnten sich unter anderem in zehn Technikerlebniswelten ausprobieren und Ideen für die Berufsfindung mitnehmen. Die „Arbeit der Zukunft“ mit Robotik, Automatisierungstechnik, Bionik und mehr stehe in den Werkstätten und Laboratorien dabei im Vordergrund. Aber sie freue sich auf die vielen Kinder, die die Büste anschauen und wissen wollten, wo das alles herkomme.

Von Jörg ter Vehn

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