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Lokales Rückkehr der Leipziger Blechbüchse: Montage der legendären Alu-Waben wird vorbereitet
Leipzig Lokales Rückkehr der Leipziger Blechbüchse: Montage der legendären Alu-Waben wird vorbereitet
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17:07 31.01.2012
Die Aluminiumfront der Blechbüchse kehrt ins Stadtbild zurück. Das vor gut einem Jahr für den Bau des Einkaufszentrums „Höfe am Brühl“ niedergerissene Architektur-Kleinod wird an das Parkhaus des neuen Shopping-Tempels montiert. Quelle: Regina Katzer
Leipzig

„Momentan wird die Unterkonstruktion für die Bleche an die Fassade angebracht“, erklärte Björn Reineking, Gesamtprojektleiter der „Höfe am Brühl“, am Dienstag gegenüber LVZ-Online. Die Alu-Waben sind bei einer Spezialfirma eingelagert und wurden in der Zwischenzeit saniert. Abhängig von den Witterungsbedingungen könne es allerdings noch bis Anfang April dauern, ehe das äußere Antlitz der legendären Blechbüchse wieder komplett sichtbar ist, sagte Reineking.

Ebenso werde derzeit auch die Montage der anderen Fassadentypen am Gebäudekomplex, etwa der Gold- und Steinlamellen, vorbereitet. Für Passanten seien die Arbeiten an der Außenhaut am deutlichsten an der früheren Plauenschen Straße, die Richard-Wagner-Straße und Brühl verbindet, sichtbar. Ebenfalls gut von außen zu erkennen sind derzeit noch die Baukräne. Diese verschwinden in den kommenden Wochen allerdings peu à peu: „Wir hatten einmal acht Stück, inzwischen sind es nur noch sieben. In den kommenden Wochen werden noch vier Weitere abgebaut“, sagte Reineking.

Leipzig. Die Innenstadt Leipzigs ist als Einkaufszentrum attraktiv, der Zuspruch bei den Kunden allerdings noch ausbaufähig. Zu diesem Schluss kommt eine am Donnerstag im Neuen Rathaus von Baubürgermeister Martin zur Nedden vorgestellte Studie. Vor allem die Besucherströme aus dem direkten Umland fallen bisher eher gering aus, erklärte Rolf Monheim, einer der beiden Autoren der Untersuchung.

Im Inneren der Höfe wird seit Anfang Januar vor allem am Mauerwerk für die Geschäfte gearbeitet und der Fußboden-Estrich ausgegossen. Trotz der eisigen Temperaturen auf den Straßen sind es hier dank der angebrachten Folienwände etwa fünf Grad Celsius plus. Ohnehin konnten die etwa 400 Mitarbeiter auf der Baustelle vom bisher eher milden Winter profitieren. „Wir sind gut vorangekommen“, berichtet Reineking.

Eine Vorverlegung des angedachten Eröffnungszeitraums hält der Projektleiter allerdings nicht für realistisch. Es bleibe beim anvisierten Planungsziel im Herbst 2012. Dann werden auch die einstigen Brühl’schen Leuchtreklamen wieder über der Stadt thronen. Die Schriftzüge „Mein Leipzig lob ich mir“, „Willkommen in Leipzig“ und dessen dreizeilige Leuchtdioden-Entsprechung auf Englisch, Französisch und Russisch sollen nach den bisherigen Planungen am östlichen Kopfende der „Höfe am Brühl“ in neuem Glanz erstrahlen.

Angesichts einer Beschwerde aus dem nahen Marriot-Hotel, dass die Leuchtkraft der Reklamen möglicherweise den Betrieb des Hauses stören könnte, wollte sich Reineking aber noch nicht auf diesen Montageort festlegen lassen: „Wir haben ja noch neun Monate Zeit und müssen das nicht morgen entscheiden.“

Die "Höfe am Brühl" in Zahlen:

Insgesamt 200 Millionen Euro investiert der Essener Immobilienvermarkter mfi in die „Höfe am Brühl“. Auf etwa 44.000 Quadratmetern Fläche sollen hier 130 Shops entstehen, die sich in vier miteinander verbundene und thematisch strukturierte Einkaufshöfe gruppieren. Laut Bauherr werden dazu insgesamt 13.000 Tonnen Stahl, 100.000 Kubikmeter Beton und 180 Kilometer Elektrokabel im Einkaufspark verbaut.

Gut 80 Prozent der Einkaufsfläche sind nach Auskunft des Immobilienvermarkters inzwischen schon vermietet. Das zu den „Höfen am Brühl“ gehörende Parkhaus an der Stirnseite zum Goerdelerring, an dessen Fassade die Aluminiumfront der früheren Blechbüchse montiert wird, ist für insgesamt 820 Fahrzeuge ausgelegt.

Nach der Grundsteinlegung am 8. Dezember 2010 wurde vor einem Monat Richtfest auf dem Areal gefeiert. Im Oktober 2012 sollen die „Höfe am Brühl“ offiziell eröffnet werden.

Matthias Puppe

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