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Lokales Rückkehr mit Pauken und Trompeten - Innensanierung Mölkauer Kirche abgeschlossen
Leipzig Lokales Rückkehr mit Pauken und Trompeten - Innensanierung Mölkauer Kirche abgeschlossen
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23:59 21.04.2014
Der Lack ist wieder drauf: Erstmals nach der Innensanierung trifft sich die Mölkauer Gemeinde wieder in ihrer Kirche. Quelle: André Kempner

Die Wiederindienststellung des Gotteshauses - so die offizielle Bezeichnung für den feierlichen Akt - wurde von Leipzigs Superintendent Martin Henker und Pfarrer Jan Teichert geleitet. Letztgenannter ist gegenwärtig der einzige Geistliche im Evangelisch-Lutherischen Kirchspiel im Leipziger Osten, dem neben Paunsdorf und Sellerhausen-Volkmarsdorf auch die frisch fusionierte Kirchgemeinde Baalsdorf-Mölkau angehört.

Die Renovierungsarbeiten hatten Mitte vorigen Jahres begonnen. In ihrem Verlauf wurde die neobarocke Ausmalung des Sakralgebäudes aufgefrischt, wurden in mühevoller Detailarbeit das Kreuzgewölbe im Altarraum und ein wiederentdeckter Gurtbogen in ihre Originalzustände zurückversetzt. Außerdem galt das Augenmerk der Handwerker dem zuletzt arg ramponierten Fußboden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 145 000 Euro, zu einem Großteil finanziert aus Rücklagen der Gemeinde. "Wir sind zwar nicht der Flughafen Berlin-Brandenburg, aber auch wir sind teurer geworden. Allein die restauratorischen Arbeiten am Gurtbogen machen 10 000 Euro zusätzlich aus", sagte Dieter Schulze, Vorsitzender der Kirchgemeindevertretung. Was ihn tröstet und zugleich ein wenig stolz macht: Das Mehr an Ausgaben wird beinahe ausgeglichen durch stattliche Spenden von Gemeindegliedern und Gewerbetreibenden aus dem Ortsteil. Und dann gab es vor wenigen Tagen noch ein Osterei aus dem Hause Sparkasse Leipzig. Das kommunale Geldinstitut überwies einen Teil seiner Erlöse aus dem PS-Lotterie-Sparen nach Mölkau. Pfarrer Teichert und die Seinen freuen sich über satte 4000 Euro.

Die Rückkehr in die 400 Jahre alte Kirche erfolgte am Ostermontag gleichsam mit Pauken und Trompeten, denn Kantorin Cornelia Schneider hatte gemeinsam mit den Sängern ihres Chores, mit Solisten, Streichern, Bläsern und Paukisten eine anspruchsvolle Gottesdienstmusik einstudiert. So erklangen mit Herz und Stimme Choräle von Johann Sebastian Bach, die Arie "Ich weiß, daß mein Erlöser lebt" aus der Osterkantate von Georg Philipp Telemann und die Solo-Kantate "O fröhliche Stunden" von Dietrich Buxtehude.

Neu sind in der Kirche der Taufstein, eine Spielecke für Kinder und ein Friedensleuchter, geschaffen vom Leipziger Designer Frank Heublein. Den Anstoß, das Kunstwerk in Auftrag zu geben, gab Pfarrer Stephan Bickhardt, der bis Ende vorigen Jahres im Leipziger Osten Dienst tat. Als der Leuchter gestern erstmals Lichter von Gläubigen aufnahm, war dies das sichtbare Zeichen dafür, dass es am Mölkauer Dorfanger wieder einen freundlichen Ort der Besinnung gibt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.04.2014

Welters, Dominic

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