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Lokales „Rücksicht auf Familien und Berufstätige" - FDP will Öffnungszeiten in Schwimmhallen erweitern
Leipzig Lokales „Rücksicht auf Familien und Berufstätige" - FDP will Öffnungszeiten in Schwimmhallen erweitern
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21:51 03.10.2014
Die Schwimmhalle in Leipzig Nord ist saniert und besitzt fünf Bahnen. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Denn vier der acht städtischen Schwimmhallen sind an mehreren Tagen in der Woche vollständig geschlossen.

   

„Damit werden die Leipziger verprellt, die in Vollzeit arbeiten gehen – besonders Eltern, für die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ohnehin ein andauernder Kraftakt ist", sagt FDP-Stadträtin Isabel Siebert und ergänzt: „Das ist für mich auch eine Frage der Gerechtigkeit. Wer mit seiner Arbeit dieses städtische Angebot finanziert, sollte auch eine Chance haben, es zu nutzen."

 

Die Mehrheit der Bäder hat unter der Woche in den arbeitnehmerfreundlichen Zeiten höchstens zehn Stunden pro Woche geöffnet. Die durchschnittliche Öffnungszeit beträgt in diesen Bereichen keine elf Wochenstunden – oder gerade einmal zwei Stunden pro Tag, so die FDP. „Die Vereine und Schulen, die die Hallen in den Schließzeiten nutzen, sollen das selbstverständlich auch weiter tun. Längere Öffnungszeiten und ein paar Bahnen, die deutlich öfter für normale Besucher offen bleiben, sollten mit ein bisschen gutem Willen vereinbar sein", sagt Siebert.

Leipzig. In Leipzigs Schwimmhallen wird es vorerst wohl nicht mehr freie Bahnen für Berufstätige geben. Die zuständige Sportbäder Leipzig GmbH (SBL) erteilte einem entsprechenden Drängen der FDP-Fraktion eine klare Absage. Neben erhöhten Personalkosten hätten mehr freie Schwimmmöglichkeiten vor 8 Uhr und nach 17 Uhr vor allem erhebliche Einbußen beim Schul- und Vereinssport zur Folge.

Die FDP-Fraktion erhofft sich von den veränderten Öffnungszeiten, dass noch mehr Leipziger vor allem nach dem Feierabend und an den Wochenenden die Schwimmhallen nutzen können. „Sport als Ausgleich zur Arbeit, für die körperliche Fitness und auch als gemeinsame Familienzeit hat einen hohen Stellenwert und sollte auch mit passenden Badeangeboten unterstützt werden – und zwar für jedermann. Die geforderte Ausweitung der Öffnungszeiten muss sicher auch aus Kostengründen gut abgewogen werden. Deshalb wollen wir von der Verwaltung erst einmal einen Kassensturz und konstruktive Vorschläge sehen", erklärt Siebert.

Insgesamt erhält die Sportbäder Leipzig GmbH einen Zuschuss von derzeit 5,225 Millionen Euro pro Jahr aus dem Stadthaushalt. Damit betreibt das kommunale Unternehmen acht Schwimmhallen, fünf Freibäder sowie ein Kinderfreibecken.

agri

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